Klarna erweitert auffällig seine Dienste. Der schwedische Zahlungsdienst entwickelt zusammen mit einem führenden Krypto-Partner neue Technologien, die es Nutzern ermöglichen, Krypto in der Klarna-App zu speichern und zu verwenden. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung der breiten Akzeptanz digitaler Vermögenswerte.
Klarna entwickelt Krypto-Wallets gemeinsam mit Privy
Klarna gibt in einem offiziellen Blogpost bekannt, dass es eine Partnerschaft mit Privy eingeht, einem Unternehmen, das Krypto-Wallets entwickelt und Teil des Zahlungsriesen Stripe ist. Gemeinsam wollen sie es möglich machen, Krypto innerhalb der Klarna-App zu speichern, zu senden und zu verwenden.
Klarna ist ein schwedischer Zahlungsdienst aus Stockholm, bekannt vor allem für die Option „später bezahlen“. Weltweit zählt das Unternehmen über 114 Millionen aktive Nutzer und verarbeitet täglich Millionen von Transaktionen über seine App und Plattform. Im September ging Klarna an die Börse und hat nun eine Marktkapitalisierung von etwa 12,3 Milliarden Dollar.
Das Ziel ist es, Krypto für ein breites Publikum so zugänglich wie möglich zu machen. „Die Technologie ist gereift“, sagt Klarna-Gründer Sebastian Siemiatkowski. „Gemeinsam mit Privy wollen wir Produkte entwickeln, die genauso intuitiv sind wie der Rest von Klarna.“
Mit Privy arbeitet Klarna mit einem etablierten Akteur im Kryptosektor zusammen. Die Plattform verwaltet über 100 Millionen Konten für mehr als 1.500 Entwickler, darunter bekannte Namen wie OpenSea und Hyperliquid. Monatlich werden Milliarden an Transaktionen in Krypto und Stablecoins abgewickelt.
Allerdings betont Klarna, dass jedes neue Produkt noch den relevanten Vorschriften entsprechen muss. Die aktuelle Ankündigung ist ein Forschungsinitiative und keine offizielle Produkteinführung.
Klarna arbeitet auch an einem digitalen Dollar
Dieser Schritt des schwedischen Unternehmens folgt kurz auf die Einführung von KlarnaUSD (KUSD), einem eigenen Stablecoin, der vollständig durch den US-Dollar gedeckt ist. Mit KUSD möchte Klarna internationale und alltägliche Zahlungen schneller und kostengünstiger machen.
Die Währung läuft auf der neuen Blockchain Tempo und wird in Zusammenarbeit mit Stripe und Bridge entwickelt. Der offizielle Start ist für 2026 geplant.
Immer mehr Zahlungsdienste steigen auf Krypto um. Eines der größten Beispiele ist PayPal, das 2023 seinen eigenen Stablecoin PYUSD auf den Markt brachte. Im September integrierte das Unternehmen auch Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) in sein Zahlungssystem, wodurch Nutzer in den USA einfach Krypto über die PayPal-App senden können.
Visa gab Ende November bekannt, dass es Stablecoins in sein Zahlungssystem für Europa, Afrika und den Nahen Osten integriert. In Zusammenarbeit mit Aquanow möchte Visa internationale Zahlungen schneller, kostengünstiger und rund um die Uhr verfügbar machen.
Durch die Verknüpfung von Blockchain-Technologie mit seinem bestehenden Netzwerk können Banken und Finanzinstitute in dieser Region künftig Stablecoin-Transaktionen ohne Abhängigkeit von Bankzeiten oder langsamer Verarbeitung abwickeln.
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