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Bitcoin (BTC) kann die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage vorerst nicht fortsetzen. Zugleich sitzen große Anleger, die erst vor relativ kurzer Zeit eingestiegen sind, auf erheblichen Buchgewinnen. Neue On-Chain-Daten zeigen, warum genau das für Bitcoin derzeit zum Risiko werden kann.
Aus Zahlen von CryptoQuant geht hervor, dass sogenannte kurzfristige Whales in der vergangenen Woche zusammen auf einem Rekordwert an unrealisierten Gewinnen standen. Gemeint sind Großanleger, die ihre Bitcoin seit weniger als sechs Monaten halten.
Am 4. September stiegen ihre gemeinsamen unrealisierten Gewinne auf 9,07 Milliarden US-Dollar. Das ist der höchste Stand in den verfügbaren Daten von CryptoQuant, die bis 2016 zurückreichen.
Der durchschnittliche Einstiegskurs dieser Gruppe liegt derzeit bei rund 69.000 US-Dollar. Viele dieser Whales liegen damit weiterhin deutlich im Plus.
Doch dieses Bild kann sich schnell ändern. Einen Tag nach dem Rekord gab der Bitcoin-Kurs um knapp 2 Prozent nach. Dadurch schmolzen die unrealisierten Gewinne innerhalb eines Tages um rund 1,5 Milliarden US-Dollar.
Nach Einschätzung von CryptoQuant kann das für Bitcoin zum Risiko werden. Neue Whales gelten in der Regel als stärker spekulativ ausgerichtete Anleger und reagieren schneller auf kleinere Kursbewegungen.
„Eine Gruppe mit Rekordgewinnen auf dem Papier kann sich rasch zu Verkäufen entschließen, sobald der Kurs zu fallen beginnt. Kurzfristige Whales haben in der Vergangenheit häufig schnell Gewinne mitgenommen, sobald sie im Plus lagen“, schreibt die Analyseplattform.
Auch die Menge an Bitcoin auf Kryptobörsen nimmt derweil zu. Besonders bei Binance ist diese Entwicklung deutlich zu erkennen.
Am 2. September lagen laut CryptoQuant 691.658 BTC auf Binance. Das ist der höchste Bestand seit November 2024. Zudem nimmt seit Anfang Mai die Menge an Bitcoin zu, die in Richtung Börsen fließt.

Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Coins auch verkauft werden. CryptoQuant weist darauf hin, dass Whales bislang nur einen vergleichsweise begrenzten Anteil an den jüngsten Zuflüssen auf Kryptobörsen haben.
Dennoch kann die große Menge an verfügbaren Bitcoin einen weiteren Kursanstieg erschweren. Der Bitcoin-Kurs hatte zuletzt mehrfach Probleme mit dem Widerstand bei rund 83.000 US-Dollar.
Um diese Marke überzeugend zu überwinden, braucht es laut CryptoQuant eine starke und anhaltende Nachfrage am Spotmarkt. Vor allem Zuflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs und Käufe anderer Marktteilnehmer müssen das verfügbare Angebot aufnehmen.
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