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Kasachstan unternimmt einen weiteren Schritt, um seine Stellung als wichtiger Kryptostandort auszubauen. Die Regierung hat neue Regeln für groß angelegtes Krypto-Mining verabschiedet. Große Miner erhalten demnach unter bestimmten Bedingungen Zugang zu Strom zu regulierten Tarifen. Im Gegenzug erhält der Staat größeren Einfluss auf die Branche.
Die neuen Vorschriften wurden am 18. Juli gebilligt und treten am 1. August in Kraft. Nach Angaben der kasachischen Regierung soll groß angelegtes Mining stärker reguliert und zugleich eine nationale Kryptoreserve ausgebaut werden.
Unternehmen, die den Status eines strategischen Miners erhalten wollen, müssen strenge Anforderungen erfüllen. Sie müssen unter anderem über ein Rechenzentrum mit einer Kapazität von mindestens 150 Megawatt verfügen und Mining-Hardware mit einer Rechenleistung von mindestens 150 Terahashes pro Sekunde einsetzen.
Außerdem müssen sie ausreichend technisches Personal beschäftigen, eigene Reparaturkapazitäten vorhalten, mehrere Internetverbindungen nutzen und sämtliche Steuerpflichten erfüllen.
Im Gegenzug erhalten die Unternehmen Zugang zu Stromkontingenten zu regulierten Tarifen. Zudem müssen sie eine Vereinbarung mit Astana Hub schließen, einem staatlich unterstützten Technologiezentrum.
Nach Angaben des Cambridge Centre for Alternative Finance war Kasachstan 2025 der fünftgrößte Standort für Bitcoin-BTC-Mining weltweit.

Ein auffälliger Bestandteil der neuen Regeln ist, dass strategische Miner einen Teil ihrer geminten Kryptowährungen an eine über Astana Hub verwaltete Staatsreserve abführen müssen.
Die Regierung nennt keinen genauen Anteil. Lokale Medien berichten, es könne sich um rund 10 Prozent handeln. Offiziell bestätigt ist das jedoch nicht.
Aus den veröffentlichten Vorschriften geht hervor, dass ein Teil der geminten Kryptowährungen verpflichtend an die Staatsreserve übertragen werden soll. Unklar bleibt, ob die Miner wirtschaftliche Eigentümer dieser Vermögenswerte bleiben oder ob sie vollständig in das Eigentum der Reserve übergehen. Dieser Punkt ist bislang nicht näher geregelt.
Die neuen Regeln fügen sich in eine breitere Strategie Kasachstans ein, Kryptowährungen stärker im Finanzsystem zu verankern.
Das Land legte 2025 bereits den Staatsfonds Alem Crypto Fund auf, der auf den Aufbau einer langfristigen Kryptoreserve ausgerichtet ist. Die erste Investition erfolgte über eine Zusammenarbeit mit Binance Kazakhstan in BNB.
Auch im Zahlungsverkehr des Alltags kommen Kryptowährungen zunehmend zum Einsatz. Anfang dieses Monats führten Alatau City Bank und Binance Kazakhstan gemeinsam Crypto Pay ein. Nutzer können damit in Geschäften per QR-Code und über Zahlungsterminals mit Kryptowährungen bezahlen.
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