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Jim Cramer sorgt am Kryptomarkt erneut für Irritationen. Vor nicht einmal einem Monat sagte der bekannte CNBC-Moderator, er habe seine gesamte Bitcoin-Position aus Angst vor Quantencomputern verkauft. Nun riet er in „Mad Money“ einem Zuschauer, Bitcoin (BTC) direkt zu kaufen.

Für Trader ist das wieder Anlass, den bekannten „Inverse Cramer“-Witz hervorzuholen. Dahinter steht die Idee, mit dem Gegenteil von Cramers Aussagen besser zu fahren.

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Zuerst der Verkauf aus Angst vor Quantencomputern

Cramers Kehrtwende begann Ende Juli. In einem Interview mit IBM-Chef Arvind Krishna kam das Thema Quantencomputer zur Sprache. Krishna warnte, Quantentechnologie könne langfristig womöglich die Kryptografie hinter Bitcoin aushebeln.

Nach seiner Einschätzung müssten Anleger in drei bis vier Jahren wegen dieses Risikos „paranoid“ werden.

Kurz darauf erklärte Cramer im Fernsehen, er werde seine Bitcoin verkaufen. Ob er das tatsächlich getan hat, ist nicht unabhängig bestätigt. Weder Wallet-Adresse noch Registrierung oder Positionsgröße sind bekannt.

Jetzt rät er zum Kauf von Bitcoin

Umso mehr fiel sein jüngster Rat auf. In einer späteren Sendung rief ein Zuschauer namens Sanjay mit einer Frage zur Aktie von Bitmine Immersion Technologies an, dem Unternehmen mit dem größten Ethereum-Bestand.

Cramer winkte ab. An Kryptowährungen angelehnte Aktien seien aus seiner Sicht zu riskant. Sein Rat lautete, diesen Umweg zu meiden und schlicht Bitcoin selbst zu kaufen. Für sich genommen klingt das plausibel.

Es steht jedoch im klaren Widerspruch zu seiner eigenen Aussage von vor wenigen Wochen, als er noch sagte, er habe Bitcoin verkauft.

Bitcoin legte nach seiner Verkaufsansage zu

Das Timing macht die Geschichte noch heikler. Als Cramer erklärte, verkaufen zu wollen, lag der Bitcoin-Kurs bei rund 63.700 Dollar. Inzwischen notiert Bitcoin bei mehr als 75.000 Dollar.

Bitcoin hat deutlich zugelegt, seit Cramer verkauft hat.
Bitcoin hat deutlich zugelegt, seit Cramer verkauft hat. Quelle: TradingView

Das nährt erneut Cramers Ruf als Kontraindikator. Kryptoanleger begleiten seine Warnungen, Kehrtwenden und späten Einstiegszeitpunkte seit Jahren mit viel Sarkasmus.

Trotzdem wäre es zu einfach, blind das Gegenteil zu tun. Ein ETF, der einst gegen Cramers Aktienauswahl wettete, wurde 2024 mit Verlust geschlossen, während der S&P 500 deutlich zulegte.

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