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Wie viele Bitcoin sind eigentlich wirklich verfügbar? Auf dem Papier kann es maximal 21 Millionen Bitcoin (BTC) geben. In der Praxis dürfte diese Zahl jedoch deutlich niedriger liegen.
Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) schätzt, dass zehn bis zwanzig Prozent aller existierenden BTC nicht mehr zugänglich sind. Umgerechnet könnten damit Millionen Bitcoin dauerhaft in Wallets feststecken, auf die niemand mehr Zugriff hat.
Das ist für die Knappheit von Bitcoin entscheidend. Diese Coins existieren zwar weiterhin auf der Blockchain. Ist der Zugang aber tatsächlich verloren, können sie nie wieder verkauft oder ausgegeben werden.
Inzwischen sind rund 20,07 Millionen der maximal 21 Millionen Bitcoin geschürft. Auf den ersten Blick wirkt damit nahezu der gesamte Bestand verfügbar.
In der Praxis sieht es anders aus. CZ geht davon aus, dass zehn bis zwanzig Prozent der existierenden Bitcoin verloren, blockiert oder aus anderen Gründen nicht mehr zugänglich sind.
Das entspräche etwa 2 bis 4 Millionen BTC.
Wenn niemand mehr Zugriff auf diese Coins hat, verschwinden sie faktisch aus dem verfügbaren Angebot. Sie liegen zwar noch auf der Blockchain, können aber nicht mehr an eine andere Wallet geschickt oder am Markt verkauft werden.
CZ bezeichnet Bitcoin deshalb als „deflationären Vermögenswert“. Es wird nie mehr als 21 Millionen BTC geben, während die Zahl der tatsächlich verfügbaren Coins durch verlorene Zugänge weiter sinken kann.
Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein. BitGo hatte zuvor geschätzt, dass rund 2,3 bis 4 Millionen BTC verloren gegangen sein könnten. Das entspricht etwa elf bis achtzehn Prozent des maximalen Angebots.
Wie viele Bitcoin tatsächlich verloren sind, weiß jedoch niemand. Die Blockchain zeigt, dass sich Coins über Jahre nicht bewegen, liefert aber keinen Grund dafür.
Jemand könnte seinen privaten Schlüssel verloren haben. Es kann sich aber ebenso um einen Anleger handeln, der seine Bitcoin bewusst über Jahre hält.
Das größte Fragezeichen steht hinter den Bitcoin von Satoshi Nakamoto. Der anonyme Erfinder von Bitcoin wird mit rund 1,1 Millionen BTC aus den Anfangsjahren des Netzwerks in Verbindung gebracht.
Diese enorme Menge an Bitcoin wurde seit sehr langer Zeit nicht genutzt. Dennoch lassen sich die Coins nicht ohne Weiteres als verloren einstufen.
Unbekannt ist nämlich, ob die privaten Schlüssel noch existieren. Solange es darüber keine Klarheit gibt, bleibt theoretisch möglich, dass sich die Bitcoin eines Tages doch noch bewegen. Deshalb gelten diese Coins meist als ruhend und nicht als endgültig verloren.
Bei anderen Nutzern lässt sich leichter nachvollziehen, wie Bitcoin dauerhaft verschwinden können. Wer seinen privaten Schlüssel und seine Seed-Phrase ohne Sicherungskopie verliert, kann den Zugriff auf seine Wallet endgültig einbüßen.
Anders als bei einem Bankkonto gibt es keinen Kundenservice, der ein neues Passwort verschicken kann. Auch im Todesfall kann das zum Problem werden. Erhalten Angehörige keinen Zugriff auf die Wallet, bleiben die Coins auf der Blockchain liegen, ohne dass jemand darüber verfügen kann.
Für den Bitcoin-Kurs ist das relevant. Je mehr BTC endgültig verloren gehen, desto kleiner wird das Angebot, das tatsächlich gehandelt werden kann. Das garantiert keinen höheren Preis, kann die Knappheit aber erhöhen, wenn die Nachfrage nach Bitcoin steigt.
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