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Bitcoin (BTC) steht kurz davor, eines der bekanntesten positiven Signale der technischen Analyse auszubilden: ein Golden Cross. Für sich genommen garantiert dieser Indikator keine weiteren Kursanstiege. Doch auch in einem anderen Chart zeigt sich derzeit ein auffälliges Signal.
Gleichzeitig bewegt sich die Dominanz des Stablecoins Tether (USDT) auf ein sogenanntes Death Cross zu. Beide Signale deuten derzeit auf eine Verschiebung hin, bei der Bitcoin und andere risikoreichere Kryptoanlagen gegenüber Stablecoins an Stärke gewinnen. Ist das der Beginn des Bullruns?
Ein Golden Cross entsteht, wenn der durchschnittliche Bitcoin-Kurs der vergangenen 50 Tage über den Durchschnitt der vergangenen 200 Tage steigt. Vereinfacht gesagt heißt das: Bitcoin legt zuletzt stärker zu als im längerfristigen Durchschnitt.
Trader werten das häufig als positives Trendsignal. Allerdings reagiert der Indikator verzögert auf den Markt: Der Kurs muss zunächst über einen längeren Zeitraum steigen, bevor sich die Durchschnittslinien kreuzen können.

Auch die Historie liefert ein gemischtes Bild. Seit 2012 hat Bitcoin zwölf Golden Crosses ausgebildet. In den neun Fällen, in denen die Rendite drei Monate später gemessen werden konnte, lag der durchschnittliche Kursanstieg bei 24,9 Prozent. Die Bilanz ist damit überwiegend positiv.
Nur drei Signale hielten jedoch ein ganzes Jahr durch, ohne zwischenzeitlich durch ein Death Cross abgelöst zu werden. Gerade diese drei waren besonders stark und brachten im Schnitt rund 250 Prozent Rendite. Beispiele dafür gab es 2012, 2015 und 2020.

Ein Golden Cross bedeutet also vor allem, dass sich das Momentum verbessert hat. Ob daraus ein länger anhaltender Bullenmarkt entsteht, zeigt sich erst im Nachhinein.
Im November vergangenen Jahres gab es bei BTC zuletzt ein Death Cross. Damals lag der Kurs bei rund 100.000 Dollar; in den folgenden Monaten fiel er deutlich.
Auffällig ist, dass bei der Dominanz von USDT derzeit nahezu das Gegenteil passiert. Dieser Indikator misst, welcher Anteil des gesamten Kryptomarkts auf Tethers USDT entfällt.
Die USDT-Dominanz nähert sich einem Death Cross: Der 50-Tage-Durchschnitt droht unter den 200-Tage-Durchschnitt zu fallen.

Anfang August haben wir bereits auf den USDT.D-Chart geblickt. Damals verwiesen wir auf eine aufwärtsgerichtete Trendlinie, oberhalb derer der Kurs noch notierte. Inzwischen wurde diese Trendlinie nach einem deutlichen Rückgang gebrochen. Auch das ist ein klares Signal für einen Stimmungswechsel am Markt.
Für den breiteren Kryptomarkt kann dieser Trendwechsel bei USDT.D positiv sein. Wenn USDT einen kleineren Anteil am Gesamtmarkt ausmacht, spricht das dafür, dass Anleger relativ mehr Kapital in Bitcoin und Altcoins investiert haben.
Das heißt allerdings nicht zwangsläufig, dass Anleger massenhaft USDT verkaufen. Die Dominanz sinkt etwa auch dann, wenn Bitcoin und Altcoins schneller im Wert steigen als die im Umlauf befindliche USDT-Menge.
Die beiden Indikatoren zeichnen damit derzeit ein ähnliches Bild. Das Momentum von Bitcoin verbessert sich, während das relative Gewicht des größten Stablecoins abnimmt. Für den Beginn eines Bullenmarkts ist das genau das Umfeld, das Anleger sehen wollen. Doch wie die Historie zeigt, ist auch das keine Garantie für steigende Kryptokurse.
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