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Bitcoin (BTC) ist erstmals seit mehr als zwei Monaten über die Marke von 70.000 Dollar ausgebrochen. Der Bitcoin-Kurs liegt inzwischen bei rund 71.800 Dollar und damit auf dem höchsten Stand seit Anfang Juni.

Der Kursanstieg folgt auf zwei wichtige Entwicklungen in den Vereinigten Staaten. Das US-Finanzministerium drückte mit einem überraschenden Eingriff die Renditen langlaufender Anleihen nach unten. Zugleich sorgte ein Treffen von Präsident Donald Trump mit großen Kryptounternehmen für neuen Optimismus mit Blick auf die US-Kryptoregulierung.

Niedrigere US-Zinsen stützen den Bitcoin-Kurs

Ein wichtiger Impuls kam vom US-Anleihemarkt. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass die Regierung den Rückkauf langlaufender Staatsanleihen deutlich ausweiten wird.

Die Ankündigung ließ die langfristigen US-Zinsen sinken. Gleichzeitig fiel der Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund drei Monaten.

Für Bitcoin ist diese Kombination in der Regel günstig. Niedrigere Zinsen machen Staatsanleihen relativ weniger attraktiv, während ein schwächerer Dollar risikoreicheren Anlagen wie Aktien und Krypto mehr Spielraum geben kann.

„Wenn die Zinsen fallen und der Dollar nachgibt, profitieren risikoreiche Anlagen häufig. Bitcoin hat auf die Nachricht bereits mit steigenden Kursen reagiert“, sagte Jeff Mei, operativer Geschäftsführer der Kryptobörse BTSE.

Der aktuelle Kursanstieg knüpft an die starke Bewegung vom Mittwoch an. Bitcoin legte damals um etwa sieben Prozent zu. Nach Daten von CoinGlass wurden dadurch innerhalb von 24 Stunden Short-Positionen im Wert von 2,7 Milliarden Dollar am Kryptomarkt liquidiert.

Das dürfte den Kursanstieg zusätzlich verstärkt haben. Händler, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, mussten ihre Positionen schließen, was weiteren Kaufdruck erzeugte.

Trump liefert dem Kryptomarkt zusätzlichen Rückenwind

Auch aus Washington erhielt der Kryptomarkt Unterstützung. Trump traf sich am Mittwoch im Weißen Haus mit Führungskräften großer Kryptounternehmen, darunter Coinbase, die Kraken-Mutter Payward und Blockchain.com.

Das Gespräch nährte neuen Optimismus rund um den Clarity Act. Das Gesetz soll klarere Regeln für den US-Kryptomarkt schaffen, erreichte vor der Sommerpause des Senats jedoch keine Abstimmung.

Nicht nur Bitcoin profitiert von der verbesserten Stimmung. Auch mehrere Altcoins notieren höher.

Besonders Hyperliquid (HYPE) fällt auf. Der Coin legte binnen 24 Stunden um rund 23 Prozent zu, nachdem Trump erklärt hatte, die Vereinigten Staaten prüften Möglichkeiten, der Derivateplattform Zugang zum US-Markt zu verschaffen.

Mit einem Bitcoin-Kurs von rund 71.800 Dollar hat BTC die Marke von 70.000 Dollar vorerst klar überwunden. Damit wurde ein wichtiges psychologisches Niveau zurückerobert, das seit Anfang Juni nicht mehr erreicht worden war.

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