Laut Arthur Hayes, dem Gründer von BitMEX und einer einflussreichen Stimme in der Kryptobranche, befindet sich Bitcoin (BTC) derzeit in einer Phase, in der der Kurs weniger stark fällt als die Liquidität an US-Dollar im Finanzsystem. Für ihn ist das ein Zeichen dafür, dass der Boden näher rückt. Zugleich mahnt er Anleger jedoch, geduldig zu bleiben.
Hayes: Erst muss die Wall Street noch einbrechen
In einem aktuellen Post auf X schreibt Hayes über Bitcoin: „Der Boden ist nah, aber sei geduldig, bevor du all-in gehst.“ Der BitMEX-Gründer betont, dass ein echter Boden erst dann erreicht ist, wenn es zu einer breiteren Panik an den traditionellen Märkten kommt.
„Wartet, bis auch der US-Aktienmarkt abstürzt“, fordert er. Vor allem Technologiewerte, insbesondere KI-bezogene Unternehmen, müssten seiner Meinung nach noch deutlich korrigieren. Sollte es dazu kommen, sei es gut möglich, dass der Boden erreicht wird. In diesem Szenario müsse die Federal Reserve (Fed) voraussichtlich erneut eingreifen, etwa durch eine Zinssenkung. Das würde dem Finanzsystem frische Liquidität zuführen – etwas, das sich historisch häufig positiv auf Crypto ausgewirkt hat.
Heute kam allerdings kurzzeitig Bewegung in den Markt, weil eine Zinssenkung plötzlich deutlich wahrscheinlicher erscheint als bislang gedacht. John Williams von der Federal Reserve ließ überraschend durchblicken, dass eine Senkung im Dezember auf dem Tisch liegt. Das überraschte Anleger und sorgte für neuen Optimismus an der Wall Street, wo die Kurse direkt höher eröffneten. Auch Kryptomärkte legten leicht zu. Während der Futures-Markt noch vor wenigen Tagen nur von einer 30-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung ausging, ist diese inzwischen auf 75,5 Prozent gestiegen.
Arthur Hayes stößt Ethereum und Altcoins im Millionenwert ab
Bereits Anfang dieser Woche transferierte Hayes Ethereum (ETH) im Wert von mehreren Millionen Dollar auf Börsen – ein Signal, das häufig auf einen anstehenden Verkauf hindeutet. Zusätzlich trennte er sich von Altcoins im Umfang von rund 2,4 Millionen Dollar, darunter Ethena, Lido, Aave und Uniswap.
Das Timing fiel zusammen mit zunehmenden Sorgen über ein mögliches Ende des Bullenmarktes. Bitcoin rutschte nämlich unter den 50-Wochen-Durchschnitt – ein Niveau, das historisch oft den Beginn eines längeren Abwärtstrends markiert. Dieses bearishe Szenario scheint sich bislang zu bestätigen: In der vergangenen Woche verlor BTC 12,3 Prozent.
Große Kryptounternehmen warnen: KI könnte zur Gefahr für Bitcoin werden
Große Kryptounternehmen wollen Bitcoin-Entwicklern Zugang zu leistungsfähigen KI-Modellen verschaffen, weil Hacker dieselbe Technologie weltweit immer häufiger für gefährliche Cyberangriffe nutzen könnten.
Metaplanet transferiert Bitcoin im Wert von 250 Millionen Dollar – was steckt dahinter?
Metaplanet hat 3.881 Bitcoin im Wert von 247 Millionen Dollar transferiert. Das schürt Spekulationen über einen möglichen Verkauf des BTC-Bestands.
Russland erlaubt Handel mit Bitcoin und Ethereum – XRP bleibt außen vor
XRP fehlt auf der russischen Liste zugelassener Kryptowährungen, obwohl der Coin formal alle Anforderungen erfüllt. Das könnte eine Rolle spielen.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
