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Bitcoin (BTC) notiert inzwischen rund 5 Prozent unter dem Hoch vom Freitag. Der Rückgang könnte aber noch nicht ausgestanden sein. Im Chart hat sich eine Formation gebildet, die häufig einen deutlichen Kursrückgang nach sich zieht.
Wie weit könnte der Kurs fallen? Und was müsste passieren, um eine Korrektur abzuwenden?
Es geht um eine sogenannte Head-and-Shoulders-Formation, im Deutschen meist Schulter-Kopf-Schulter-Formation genannt. Der Kurs bildet dabei drei aufeinanderfolgende Hochs aus: zwei Schultern und dazwischen ein höheres Hoch als Kopf.

Die Logik dahinter ist schlicht. Den Käufern geht die Kraft aus, jeder neue Anlauf nach oben findet weniger Nachfrage, bis die rechte Schulter nicht einmal mehr das alte Hoch erreicht. Unterhalb der Nackenlinie, also der Verbindung der Zwischentiefs, liegen dann die automatischen Verkaufsorders.
In der vergangenen Woche stieg Bitcoin zweimal über 81.000 Dollar. Am Sonntag und Montag kam der Kurs dagegen nur bis rund 79.000 Dollar, etwa 2,5 Prozent tiefer. Damit war die rechte Schulter im Chart ausgebildet.
Gestern folgte der Ausbruch nach unten, als die USA erneut Angriffe auf den Iran starteten.
Dass der Kurs danach weiter fällt, ist eher die Regel als die Ausnahme. Von den Formationen, die einmal unterhalb der Nackenlinie schließen, verlieren anschließend mehr als 90 Prozent über 5 Prozent. Das geht aus Untersuchungen von Thomas Bulkowski hervor, dem Autor des Standardwerks Encyclopedia of Chart Patterns. Er wertete dafür Zehntausende Fälle am US-Aktienmarkt aus.
Bitcoin fiel bis auf ein Tief von 76.400 Dollar und hat sich seitdem um 1,4 Prozent erholt. Der Kurs steht nun wieder an der Nackenlinie, die jetzt allerdings als Widerstand wirkt.
Auch das passt zum typischen Verlauf. In etwa zwei Dritteln der Fälle kehrt der Kurs nach dem Ausbruch zunächst zur Nackenlinie zurück, bevor er weiter nachgibt. Was zuvor Unterstützung war, wird dann zur Decke.
Um einen stärkeren Rückgang zu verhindern, müsste Bitcoin zunächst oberhalb der Nackenlinie schließen. Wirklich entkräftet wäre die Formation aber erst bei einem Schlusskurs über 79.000 Dollar, dem höchsten Schlusskurs der rechten Schulter.
Gelingt das nicht, rückt die Unterseite in den Fokus. Das rechnerische Kursziel liegt bei rund 72.000 Dollar, allerdings ist keineswegs sicher, dass dieses Niveau erreicht wird. Vom aktuellen Stand aus entspräche das einem Rückgang von 7 Prozent.
Kurz darüber liegt eine Unterstützung, die den Kurs noch auffangen könnte. Die wichtigste Marke liegt jedoch etwas tiefer: der gleitende 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei 69.500 Dollar verläuft.

Derzeit wird über ein mögliches vorzeitiges Ende des Krypto-Winters spekuliert. Dafür ist jedoch entscheidend, dass Bitcoin über dieser roten Linie bleibt. Genau dort verläuft zudem die abwärtsgerichtete Trendlinie, an der der Kurs bereits im Mai gescheitert war.
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