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Die Vereinigten Staaten haben am Abend erneut Angriffe gegen Iran begonnen. Das gibt dem Ölpreisanstieg dieser Woche zusätzlichen Schub. Die Eskalation schürt die Nervosität an den Märkten; Bitcoin (BTC), Wall Street und auch Gold reagieren mit Verlusten.
Die US-Streitkräfte haben um 12.00 Uhr Eastern Time, also um 18.00 Uhr deutscher Zeit, damit begonnen, Stellungen der Iranischen Revolutionsgarde anzugreifen.
Als Begründung nennt das Militär jüngste iranische Versuche zu Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf US-Soldaten in der Region.
US-Präsident Donald Trump sprach von „massiven und schlagkräftigen“ Angriffen, wie er um 19.25 Uhr auf seiner eigenen Social-Media-Plattform mitteilte . Betroffen seien Ziele rund um die Straße von Hormus, jene Meerenge, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird.
Zudem warnte er, Iran werde im Fall eines Vergeltungsangriffs erneut getroffen, und zwar „auf einem deutlich härteren und höheren Niveau“. Der schwerste Angriff stehe aber noch bereit; danach werde von der Islamischen Republik Iran nur sehr wenig übrig bleiben.
Am Sonntag hatten die USA bereits die iranische Insel Larak beschossen, der erste Angriff seit Ende Juli. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Bis zum vergangenen Sonntag hatten sich beide Länder wochenlang militärisch zurückgehalten. Washington erhöhte unterdessen allerdings den wirtschaftlichen Druck. Die Operation Economic Outcast soll Iran so stark unter Druck setzen, dass Verhandlungen als einziger Ausweg bleiben.
Iran will jedoch nur verhandeln und die Straße von Hormus freigeben, wenn frühere Vereinbarungen eingehalten werden. Genau dieser Druck steht dem im Weg.
Der Preis für Brent-Öl ist heute um mehr als 4 Prozent gestiegen. Auf Wochensicht steht bereits ein Plus von fast 7 Prozent zu Buche.
Der Großteil des heutigen Anstiegs erfolgte bereits früher am Tag, als bekannt wurde, dass Trump erneut militärische Schritte erwägt.
Jede Eskalation schlägt sich erneut in steigenden Ölpreisen nieder. Teureres Öl verteuert Waren und Dienstleistungen, die Inflationsrisiken nehmen zu und damit auch die Sorge vor einer strafferen Geldpolitik der Zentralbanken.
Umgekehrt gilt dasselbe: Jede Meldung, die die Parteien näher an eine Einigung bringt, drückt den Ölpreis und dämpft die Zinsangst wieder etwas.

Die Inflationssorgen treiben die Renditen an den globalen Anleihemärkten nach oben und stärken den Dollar. Darunter leiden alle anderen Anlageklassen.
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