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Die Spannungen rund um die Straße von Hormus nehmen erneut zu. Am Montag wurde ein Tanker von drei unbekannten Geschossen getroffen, als das Schiff auf der wichtigen Ölroute ostwärts unterwegs war.

Nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UK Maritime Trade Operations wurde niemand verletzt.

Die Märkte reagierten dennoch sofort nervös. Der Angriff betrifft einen besonders sensiblen Bereich der Weltwirtschaft: die Energiemärkte.

USA und Iran greifen sich erneut an

Der Angriff auf den Tanker erfolgte kurz nachdem die USA und Iran erstmals seit mehr als einem Monat wieder direkte Angriffe gegeneinander ausgeführt hatten.

US-Truppen griffen am Sonntag zwei iranische Raketenstellungen auf Larak Island an, einer kleinen, aber strategisch wichtigen Insel in der Straße von Hormus. Nach Darstellung Washingtons wollte Iran mit Seeminen bestückte Raketen in Richtung der Schifffahrtsroute abfeuern.

Iran reagierte am Montag mit Angriffen auf zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Beide Seiten scheinen keinen umfassenden Krieg anzustreben, signalisieren aber zugleich ihre Bereitschaft zu weiteren Reaktionen. Präsident Trump sagte gegenüber Fox News, die USA würden Iran „hart“ treffen; auf Angriffe gegen US-Stützpunkte werde es eine Antwort geben.

Ölpreise steigen weiter

Der Ölmarkt reagierte wie erwartet. Der Preis für Brent-Öl stieg auf rund 91 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI kletterte auf etwa 86,65 Dollar.

Brent-Ölpreis steigt erneut.
Brent-Ölpreis steigt erneut. Quelle: TradingView

Damit bleibt Öl ein zentrales Problem für Anleger und Notenbanken. Die Weltwirtschaft versucht gerade, die hartnäckige Inflation in den Griff zu bekommen, während der Krieg im Nahen Osten die Energiepreise erneut nach oben treibt.

Das macht den Zinspfad der US-Notenbank komplizierter. Bleibt Öl teuer oder steigt weiter, könnte die Federal Reserve weniger Spielraum für eine lockere Geldpolitik haben. Für Aktien wäre das ungünstig, zumal die Bewertungen bereits hoch sind und die langfristigen Renditen unter Druck stehen.

Wirtschaftlicher Druck auf Iran nimmt zu

Nach Angaben US-amerikanischer Regierungsvertreter reagiert Iran militärisch zunehmend aggressiv, weil der wirtschaftliche Druck steigt.

Washington erhöht den Druck mit Sekundärsanktionen gegen Länder und Unternehmen, die weiterhin iranisches Öl kaufen. Finanzminister Scott Bessent erklärte, genau deshalb reagiere Iran immer aggressiver.

Analysten werten den US-Angriff auf Larak Island vorerst nicht als grundlegende Änderung der Strategie, sondern als Versuch, gezielt bestimmtes Verhalten zu sanktionieren und Iran daran zu hindern, den Verkehr durch die Straße von Hormus zu stören.

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