Das Interesse an dem Begriff ‘altseason’ steht erneut zur Diskussion. Während der Kryptomarkt in der vergangenen Woche noch Anzeichen von Euphorie zeigte, scheint das Interesse unter suchenden Internetnutzern inzwischen bereits deutlich zurückgegangen zu sein. Es stellt sich die Frage, ob dies überhaupt noch ein verlässlicher Gradmesser ist.
Interesse an Altcoins bricht nach kurzer Erholung ein
Laut Google Trends ist das weltweite Suchinteresse innerhalb einer Woche von einem Wert von 100 auf 45 gefallen. Das geschah kurz nachdem der Bitcoin (BTC)-Kurs am 14. August ein neues Rekordhoch von 124.500 US-Dollar erreichte. Auch Suchanfragen nach ‘altcoin’ und ‘Ethereum’ (ETH) verzeichneten an diesem Tag den höchsten Stand seit 2021.
Die Rally erwies sich jedoch als kurz. Ether stieg in der ersten Augusthälfte noch um 28,7 Prozent, verlor jedoch in der vergangenen Woche fast 10 Prozent. XRP zeigte dasselbe Muster und fiel ebenfalls um 11 Prozent zurück.
Der plötzliche Ausschlag bei den Suchanfragen wirft Fragen auf. Der Ökonom Alex Krüger stellte auf X in Frage, ob die Daten zuverlässig sind. „Ich frage mich, ob es organisch ist oder künstlich via Bots“, schrieb er.
Nach Ansicht mancher Analysten gibt es eine logische Erklärung. Der Krypto-Analyst Cristian Chifoi wies darauf hin, dass große Börsen wie Coinbase den Begriff altseason aktiv in den Fokus rückten. Das könnte die plötzliche Welle an Suchanfragen ausgelöst haben.
Suchtrends weniger verlässlicher Gradmesser
Coinbase selbst suggerierte in einem Bericht, dass die Marktbedingungen auf eine mögliche Verschiebung hin zu altseason im September hindeuten. Dennoch bezweifeln andere, dass Suchtrends noch ein guter Maßstab sind. Chifoi sagte: „Meiner Ansicht nach ist es kein verlässlicher Gradmesser für den Stand des Zyklus.“
Mit dem Aufkommen von Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs und der wachsenden Zahl börsennotierter Unternehmen, die Krypto aufnehmen, gibt es für Anleger immer mehr alternative Möglichkeiten, um eine Exponierung gegenüber Krypto zu erhalten. Dadurch scheint die Bedeutung von Suchtrends womöglich weniger stark zu wiegen als in der Vergangenheit.
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