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Eine große Veranstaltung von Solana (SOL) in der chinesischen Stadt Shanghai ist kurzfristig verschoben worden. Das Interesse war deutlich größer als erwartet, sodass die zulässige Besucherzahl überschritten worden wäre. Gleichzeitig kursierten in sozialen Medien Berichte über einen Polizeieinsatz. Das sorgte für Unklarheit über den tatsächlichen Grund der Verschiebung.

Anmeldungen für Solana-Veranstaltung vervierfachen sich

Die Veranstaltung gehörte zu Accelerate China, einer Veranstaltungsreihe, mit der Solana Entwickler, Unternehmer und weitere Interessierte in China erreichen will.

Lily Liu, Präsidentin der Solana Foundation, erklärte am Freitag auf X, die Zahl der Anmeldungen habe sich über Nacht vervierfacht. Damit hätte die Besucherzahl die nach örtlichen Vorschriften zulässige Kapazität überschritten.

Die Organisatoren entschieden deshalb, die Veranstaltung in Shanghai zu verschieben. Laut Liu lag das an der begrenzten Kapazität und nicht an einem angekündigten Verbot der Veranstaltung.

In sozialen Medien entstand unterdessen ein anderes Bild. Dort hieß es, die Polizei sei beteiligt gewesen und die Veranstaltung sei abgebrochen worden. Die Berichte lösten Spekulationen über ein mögliches Eingreifen der chinesischen Behörden aus.

Lius Erklärung bestätigt jedoch nicht, dass die Polizei die Veranstaltung verboten hat. Welche Rolle die Behörden genau spielten, bleibt damit unklar.

Solana baut Aktivitäten in China aus

Die Verschiebung fällt in eine bemerkenswerte Phase. Solana will seine Präsenz in China ausbauen und hatte noch in derselben Woche die Eröffnung eines Büros in Shanghai angekündigt.

Das Treffen in Shanghai war Teil einer größeren Veranstaltungsreihe. Nach der ursprünglichen Planung sollten auf Shanghai weitere Termine in Hangzhou am Sonntag, Shenzhen am Dienstag und Peking am Donnerstag folgen.

Ob die Verschiebung in Shanghai Auswirkungen auf die übrigen Veranstaltungen hat, ist unklar.

Solana hatte bereits zuvor eine Veranstaltung in Shenzhen organisiert. Dieses Treffen fand Anfang Oktober 2025 statt und wurde vorzeitig beendet. Der neue Vorfall in Shanghai sorgt deshalb für zusätzliche Aufmerksamkeit. Ob beide Ereignisse dieselbe Ursache haben, steht allerdings nicht fest.

Die hohe Nachfrage zeigt, dass in China weiterhin Interesse am Solana-Netzwerk besteht. Zugleich verdeutlicht der Vorfall, wie schwierig es sein kann, große Kryptoveranstaltungen in dem Land zu organisieren.

Chinas strenge Kryptoregeln bleiben in Kraft

China verfolgt seit Jahren eine restriktive Politik gegenüber Kryptowährungen. Das Land hat unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, die Ausgabe neuer Token über sogenannte ICOs und Kryptomining im großen Stil eingeschränkt oder verboten.

Im Februar bekräftigten die chinesische Zentralbank und sieben weitere Behörden, dass die bestehenden Beschränkungen in Kraft bleiben. Sie warnten dabei auch vor der nicht genehmigten Ausgabe von Stablecoins, die an den chinesischen Yuan gekoppelt sind.

Das bedeutet nicht, dass sämtliche Aktivitäten rund um die Blockchaintechnologie verboten sind. Kryptoprojekte unterliegen in China jedoch strengen regulatorischen Vorgaben.

Für Solana ist diese Unterscheidung wichtig. Das Netzwerk will Entwickler und Unternehmen erreichen, muss dabei aber die chinesischen Vorschriften beachten. Ob diese unmittelbar zur Verschiebung der Veranstaltung in Shanghai beigetragen haben, ist bislang nicht geklärt

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