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Donald Trump muss erneut einen Sprecher suchen. Katie Zacharia gibt ihr Amt als Pressesprecherin des Weißen Hauses nach nur fünf Tagen auf.

Ihre kurze Amtszeit war von einer schwierigen ersten Pressekonferenz und Fragen zu ihrer juristischen Qualifikation überschattet. Der Abgang kommt zu einem heiklen Zeitpunkt, kurz vor den US-Zwischenwahlen.

Trumps neue Sprecherin gibt nach fünf Tagen auf

Katie Zacharia hat am Freitag ihr Amt als Pressesprecherin des Weißen Hauses aufgegeben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigte ihren Rücktritt. Ob sie eine andere Aufgabe in der Regierung Trump übernimmt, ist noch unklar.

Trump erklärte am Freitag vor Journalisten, er selbst habe Zacharia geraten, ihre Position zu überdenken.

Er habe ihr nahegelegt, sich noch einmal gründlich zu überlegen, ob sie das Amt weiter ausüben wolle, sagte der Präsident.

Nach Trumps Darstellung wurde Zacharia von den Medien unfair behandelt. Zugleich äußerte er öffentlich Zweifel daran, ob das Amt zu ihr passe.

Wichtig sei, dass sie mit ihrer Arbeit zufrieden sei, sagte Trump. Er bezweifle jedoch, dass ihr das in diesem Amt jemals gelingen könne. Die Entscheidung wolle er ihr selbst überlassen.

Kritik schon nach der ersten Pressekonferenz

Die Probleme begannen fast unmittelbar nach Zacharias Amtsantritt. Ihre erste und einzige Pressekonferenz stieß auf viel Kritik: Sie sprach langsam und zögerlich und las dabei von vorbereiteten Notizen ab. Zudem beantwortete sie nur die Fragen von drei Journalisten.

Auch ihre juristische Qualifikation wurde infrage gestellt. Zacharia soll sich als Anwältin ausgegeben haben, obwohl sie die erforderliche Zulassungsprüfung nicht bestanden hatte. Auch Trump hatte sie bei der Bekanntgabe ihrer Ernennung als Anwältin bezeichnet.

In Interviews mit Fox News musste sich Zacharia kritischen Fragen zu ihren Qualifikationen stellen. Für Empörung sorgte außerdem ihre Behauptung, in China gebe es keine ordentlichen Toiletten.

Ihr schneller Abgang erinnert an Trumps erste Amtszeit, in der mehrere Mitarbeiter ihre Posten schon nach kurzer Zeit wieder verließen. Ein bekanntes Beispiel ist Anthony Scaramucci, der 2017 nach nur elf Tagen als Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses entlassen wurde.

Scaramucci reagierte auf X auf die Nachricht über Zacharia. Rekorde seien dazu da, gebrochen zu werden, schrieb er. Am Leid anderer habe er jedoch keine Freude.

Trump kurz vor den Wahlen erneut ohne Pressesprecherin

Der Rücktritt erfolgt gut zwei Wochen vor den US-Zwischenwahlen im November. Die Republikaner werben um Wählerstimmen, während die Sorgen über hohe Lebenshaltungskosten ein zentrales Wahlkampfthema bleiben.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses hat eine wichtige Aufgabe: Sie vermittelt und erläutert die Politik des Präsidenten. Nach Zacharias Rücktritt ist der Posten erneut unbesetzt.

Zacharia war als Nachfolgerin von Karoline Leavitt berufen worden, die das Amt im August aufgegeben hatte. Wer nun auf Zacharia folgt und wann Trump den Posten neu besetzt, ist noch nicht bekannt.

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