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Mark Zuckerberg schaltet sich deutlich in die US-Debatte über künstliche Intelligenz ein. Der Meta-Chef hält ein Verbot chinesischer KI-Modelle in den Vereinigten Staaten nicht für den richtigen Weg, um den eigenen Vorsprung zu sichern. Ein solcher Schritt wäre aus seiner Sicht keine wirksame Antwort im technologischen Wettbewerb zwischen Washington und Peking.
Das ist bemerkenswert, weil in den USA der Ruf nach härteren Maßnahmen gegen chinesische KI-Anbieter lauter wird.
Die Debatte hat an Tempo gewonnen, seit das Pekinger Unternehmen Moonshot AI in diesem Monat sein Kimi-K3-Modell vorgestellt hat. Das System rückt zunehmend an die Modelle von OpenAI und Anthropic heran.
Die US-Regierung prüft, ob chinesische KI-Labore ihre Modelle mithilfe von Wissen amerikanischer Wettbewerber trainiert haben, etwa durch sogenannte Destillation. Dabei lernt ein neues Modell aus den Ausgaben eines bereits bestehenden Modells.
Finanzminister Scott Bessent sagte vergangene Woche, Sanktionen seien möglich, falls chinesische Unternehmen die Grenze zum Diebstahl geistigen Eigentums überschritten.
Zuckerberg verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Aus seiner Sicht sollte Amerika nicht versuchen, chinesische Modelle schlicht vom Markt fernzuhalten. Stattdessen müssten US-Unternehmen systematisch analysieren, wo die Engpässe liegen und wie sie schneller wettbewerbsfähig werden können.
Zuckerberg warnt zudem vor regulatorischer Vereinnahmung. Gemeint ist, dass Regulierung zu stark von den Interessen der größten etablierten Anbieter geprägt werden kann. In diesem Fall zielt er vor allem auf Frontier Labs wie OpenAI und Anthropic, die mit geschlossenen KI-Modellen dominieren.
Nach Zuckerbergs Einschätzung besteht die Gefahr, dass solche Unternehmen Einfluss auf Regeln nehmen, die Open-Source-Alternativen erschweren. Das berührt direkt Metas eigene Strategie.

Meta setzt seit Längerem auf offene Modelle, die Entwickler anpassen und auf eigener Hardware betreiben können. Solche Modelle sind unter Entwicklern beliebt, auch in China.
Zuckerberg warnt, dass KI andernfalls zu stark in den Händen weniger mächtiger Unternehmen konzentriert würde.
Der Konflikt dreht sich damit nicht nur um die USA und China. Es geht auch um offene und geschlossene KI.
OpenAI und Anthropic entwickeln vor allem geschlossene Modelle. Meta inszeniert sich dagegen als Befürworter eines breiten Zugangs zu KI-Technologie. Ganz eindeutig ist dieses Bild allerdings nicht, denn Meta hat zuletzt selbst ein geschlossenes Modell veröffentlicht, teilweise mit Verweis auf Sicherheitsrisiken.
Zuckerbergs Botschaft bleibt dennoch klar. Beschränkungen für leistungsfähige KI-Modelle können auch nach hinten losgehen. Aus seiner Sicht können dieselben Modelle, die Cyberrisiken schaffen, dabei helfen, Schwachstellen schneller zu finden und zu beheben.
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