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Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat erneut keine Entscheidung über Anträge für einen XRP-Börsenfonds getroffen. Dennoch wächst unter Analysten die Auffassung, dass der Markt einem Durchbruch näher ist, als viele denken. Die Frage ist, ob dies tatsächlich der Moment ist, in dem XRP Zugang zu einer breiteren Anlegergruppe erhält.
Mehrere Vermögensverwalter, darunter Bitwise, Grayscale und CoinShares, warten auf die Genehmigung, ihren Spot-XRP-Exchange-Traded Fund (ETF) aufzulegen. Die SEC verschob diese Woche Entscheidungen, hat jedoch feste Fristen im Oktober. So muss die Aufsichtsbehörde spätestens am 18. Oktober über den Antrag von Grayscale entscheiden, seinen XRP Trust in einen Spot-ETF umzuwandeln. Einen Tag später folgt die Frist für den Vorschlag von 21Shares.
Spot-ETFs sind Investmentfonds, die direkt den Kurs einer Kryptowährung abbilden. Für Privatanleger bedeutet dies, dass sie über ihren herkömmlichen Broker in XRP investieren können, ohne die Währung selbst kaufen oder verwahren zu müssen. Für institutionelle Akteure gilt, dass sie häufig erst über derartige regulierte Produkte einsteigen können, wodurch eine völlig neue Gruppe von Anlegern Zugang erhält.
Der Präsident von NovaDius Wealth Management, Nate Geraci, glaubt, dass dieser Schritt nicht mehr lange auf sich warten lässt. Seiner Ansicht nach werden die ersten Spot-ETFs rund um XRP innerhalb von zwei Monaten grünes Licht erhalten. Zudem weisen auch Analysten von Bloomberg darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung in diesem Jahr besonders hoch ist. Die ETF-Spezialisten Eric Balchunas und James Seyffart schätzen die Chance inzwischen auf 95 Prozent.
Ein möglicher Katalysator ist neue Gesetzgebung. Im US-Repräsentantenhaus wurde kürzlich der sogenannte CLARITY Act verabschiedet. Dieser Gesetzentwurf soll Klarheit über die Rolle der SEC und der CFTC bei der Aufsicht über Kryptowährungen schaffen.
Der Gesetzentwurf liegt nun beim Senat. Sollte auch dort eine Zustimmung erfolgen, geht das Dokument an den Präsidenten. Wann dieser Prozess abgeschlossen wird, ist noch unklar, doch es wird erwartet, dass dies den Weg für einen vollständigen regulatorischen Rahmen rund um Spot-Krypto-ETFs freimacht.
Geraci sieht die Entwicklung breiter als nur XRP. Er prognostiziert, dass die SEC spätestens im Oktober auch ETFs für Altcoins wie Solana (SOL) und Litecoin (LTC) genehmigen kann. Außerdem erwartet er, dass bestehende Spot-Ethereum-ETFs kurzfristig die Möglichkeit erhalten, Staking hinzuzufügen, was Anlegern zusätzliche Rendite bringt.
Der Markt blickt in den kommenden Wochen gespannt darauf, ob die Aufsichtsbehörde den Knoten durchschlägt. Es bleibt die Frage, ob die SEC an Aufschub festhält oder ob tatsächlich, wie Geraci meint, innerhalb von zwei Monaten eine historische Entscheidung folgt.
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