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Während Bitcoin (BTC) an der Wall Street nur schwer in die Gänge kommt, betritt Ripple (XRP) mit viel Schwung die Bühne. Gestern brachten Franklin Templeton und Grayscale ihre neuen XRP-Fonds an den Markt – und die sorgten direkt für Aufsehen.
XRP war an den US-Börsen zwar schon vertreten, doch Franklin Templeton ist nun mit Abstand der größte Anbieter, der ein entsprechendes Fondsprodukt aufgelegt hat. Der Vermögensverwalter mit 1,64 Billionen Dollar Assets under Management bietet bereits Spot-ETF’s auf Bitcoin und Ethereum (ETH) an.
Ein Spot-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der die echte Kryptowährung – etwa Bitcoin oder XRP – kauft und hält, sodass der Kurs des Fonds sich nahezu eins zu eins mit dem Preis dieser Währung mitbewegt.
Anleger müssen selbst keine Wallets oder Krypto-Konten verwalten; sie können ganz normal über ihren Broker investieren. Der Fonds verwahrt die Krypto-Bestände sicher, und du kaufst schlicht einen Anteil, der die Preisentwicklung 1:1 abbildet.
Laut Daten von SoSoValue verzeichnete Franklin Templeton mit seinem XRPZ-Fonds Nettozuflüsse von 62,59 Millionen Dollar. Grayscale sammelte mit seinem GXRP-Fonds sogar noch etwas mehr Kapital ein, nämlich 67,32 Millionen Dollar. Dieser Fonds wurde vor gut einem Jahr als geschlossener Trust aufgelegt, ist nun aber in einen Spot-ETF umgewandelt worden.
Darüber hinaus sicherten sich Canary Capital, die am 13. November den ersten XRP ETF auf den Markt brachten, und Bitwise mit ihren XRP-Fonds Zuflüsse von 16,38 Millionen beziehungsweise 17,71 Millionen Dollar.
Unterm Strich ergibt das gemeinsame Zuflüsse von 164,04 Millionen Dollar. Damit schlagen die XRP-Produkte deutlich die 151,08 Millionen Dollar an Abflüssen bei den elf Bitcoin-Fonds.
Die Bitcoin ETF’s befinden sich damit klar in der schwächsten Phase seit ihrem Start im Januar vergangenen Jahres. Allein im November haben sie bereits Abflüsse von 3,70 Milliarden Dollar verkraften müssen.
Auffällig ist, dass auch die börsengehandelten Fonds anderer Altcoins gestern sehr ordentliche Ergebnisse geliefert haben.
So verzeichnete Ethereum Zuflüsse von 96,67 Millionen Dollar an der Börse, und Solana (SOL) kam auf 57,99 Millionen Dollar.
Auch die Kurse all dieser Coins laufen derzeit besser als Bitcoin. Die Krypto-Leitwährung legte gestern um 1,70 Prozent zu, während Ethereum um 5,42 Prozent stieg, Solana um 6,04 Prozent und XRP sogar um 8,74 Prozent.
XRP verlor 12 Prozent, nachdem der CLARITY Act im US-Senat gescheitert war. Dennoch sieht sich Ripple rechtlich besser aufgestellt als viele andere Coins.
XRP ist nach der Ablehnung des CLARITY Act massiv eingebrochen. Nun sind Käufer gefragt, um einen noch größeren Absturz abzuwenden.
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Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
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