Das Interesse an Privacy-Coins scheint zurückzukehren, nachdem ein Unternehmen seine Position auffällig ausgebaut hat. Cypherpunk Technologies, ein Unternehmen mit Investoren aus dem Umfeld der Winklevoss-Brüder, hat zuletzt erneut eine große Menge Zcash (ZEC) gekauft.
Das Timing wirft die Frage auf, ob dieser Schritt auf eine breitere Stimmung hindeutet, die sich möglicherweise auf andere Teile des Kryptomarkts auswirken könnte.
Cypherpunk stockt Zcash-Bestand um fast 30.000 Coins auf
Cypherpunk meldete, 29.869 Zcash-Token der Bilanz hinzugefügt zu haben. Der Kauf entspricht einer Investition von 18 Mio. US‑Dollar bei einem durchschnittlichen Einstandspreis von 602,63 US‑Dollar. Damit steigt der Gesamtbestand auf 233.644 ZEC, aktuell geschätzt rund 150 Mio. US‑Dollar wert.
Damit hält das Unternehmen rund 1,43 Prozent der gesamten umlaufenden Zcash-Menge. Zuvor hatte Cypherpunk bereits für 50 Mio. US‑Dollar zugekauft. Diese Position ist seither deutlich im Wert gestiegen. Durch die jüngste Kursrallye liegt der durchschnittliche Einstand bei etwa 291 US‑Dollar pro Token – auf dem Papier entspricht das einem Plus von rund 120 Prozent.
Zcash hat sich zuletzt im Vergleich zum Rest des Kryptomarkts bemerkenswert geschlagen. In der vergangenen Woche legte der Kurs um 33,8 Prozent zu, zum Zeitpunkt des Schreibens notiert die Münze bei 675 US‑Dollar. Auf Monatssicht beträgt das Plus sogar 151,7 Prozent. Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) gaben im gleichen Zeitraum dagegen um 14,6 bzw. 21,7 Prozent nach.
Heute gehört Zcash mit einem Plus von 8,91 Prozent zu den Top-Performern. Gleichzeitig legte Bitcoin um 0,48 Prozent zu.
Ist die Zcash‑Rallye nachhaltig oder nur vorübergehend
Zcash ist eine Kryptowährung, die mit Zero‑Knowledge‑Proofs arbeitet. Damit lassen sich Transaktionen verifizieren, ohne sensible Daten offenzulegen. Cypherpunk positioniert sich als Unternehmen, das auf eine „censorship resistant“ Risikoinvestment setzt. Damit richtet es den Fokus klar auf das Segment der Privacy‑Coins – eine Kategorie, die wegen Regulierung und Aufsicht häufig in der Diskussion steht.
Die neue Investition von Cypherpunk sticht hervor, weil Privacy‑Coins in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten sind. Weltweite Aufsichtsbehörden versuchen, Geldflüsse nachzuvollziehen und belegen Krypto-Börsen teils mit Auflagen. Die Frage ist, ob die Kursentwicklung von Zcash auf ein strukturell wachsendes Interesse hindeutet – oder nur auf ein kurzfristiges Momentum in einem volatilen Markt.
Zcash und Monero im Höhenflug: Privacy-Coins sind die Kryptogewinner des Jahres
Privacy-Coins haben seit dem Bitcoin-Hoch um 213 Prozent zugelegt, während Bitcoin selbst 36 Prozent einbüßte. Was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Rally?
Altcoins legen 30 Prozent zu – doch laut Newsbit-Analyst fehlt noch der Bullenmarkt
Der Altcoinmarkt ist binnen vier Wochen um 30 Prozent gestiegen und hat seine Abwärtsstruktur durchbrochen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht laut einem Newsbit-Analysten jedoch erst jetzt an.
Kryptowährungen werden Aktien immer ähnlicher
Der Wert von Kryptowährungen wird zunehmend nach derselben Kennzahl bemessen wie Aktien: dem Umsatz. Das sollten Anleger dazu wissen.
Meist gelesen
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
XRP-Kurs auf 60 Dollar? Experte nennt entscheidende Marke
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
