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Obwohl der Bitcoin (BTC)-Kurs seit mehr als einem halben Jahr keine neuen Höchststände mehr erreicht hat, ist die Währung heute deutlich mehr wert als noch vor einem Jahr.
Von Oktober letzten Jahres bis März dieses Jahres hat Bitcoin eine beeindruckende Rally erlebt. Dies führte dazu, dass fast keine andere Anlageklasse mit den Kursgewinnen von Bitcoin mithalten konnte.
Der amerikanische Vermögensverwalter VanEck blickte am vergangenen Donnerstag in einem Bericht auf das bisher außergewöhnliche Jahr von Bitcoin zurück. Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb eines Jahres, vom 16. September 2022 bis 2023, um satte 124 % gestiegen und hat damit fast jede große Anlageklasse hinter sich gelassen. Und das, obwohl Bitcoin seit über einem halben Jahr keine neuen Höchststände mehr erreicht hat.
Sogar innerhalb des Kryptomarktes haben die meisten Münzen schlechter als Bitcoin abgeschnitten. Die Bitcoin-Dominanz ist im Laufe des Jahres um ganze 15 % auf 56 % gestiegen.
„Es ist jetzt offensichtlich, dass das Interesse an Bitcoin und digitalen Vermögenswerten deutlich höher ist als noch vor einem Jahr“, so die Analysten von VanEck. Das Handelsvolumen von Bitcoin ist in einem Jahr um 173 % gestiegen.
Die Analysten kommen außerdem zu dem Schluss, dass die Adoption von Bitcoin als Investmentmittel heute anders getrieben wird als noch im Vorjahr. Im Jahr 2023 profitierte Bitcoin hauptsächlich vom Interesse an Inskriptionen, die von VanEck als „virale Innovation“ beschrieben werden, welche es Nutzern ermöglicht, Mediendateien direkt in der Blockchain zu speichern.
Heute wird der Wert jedoch stärker durch die Nutzung als Wertspeicher und Transfermittel getrieben, schreiben sie.
Die größten Verlierer des vergangenen Jahres waren die Bitcoin-Miner. Laut VanEck hatten die Netzwerk-Sicherer ein „dramatisches“ Jahr, was verständlicherweise durch das Bitcoin-Halving verursacht wurde. Im April dieses Jahres wurden die Belohnungen für Miner halbiert, wodurch die Einnahmen der Miner buchstäblich um 50 % sanken.
Die Analysten schreiben in dem Bericht auch, dass sie weiterhin glauben, dass das Bitcoin-Halving auch diesmal wieder zu einem neuen Bullenmarkt führen wird, ähnlich wie in früheren Zyklen. Ihrer Meinung nach liegt der Bitcoin-Preis hinter früheren Zyklen zurück, bedingt durch „eine Kombination aus Wahlangst und spezifischen Verkäufen von Akteuren, die dies wahrscheinlich nicht wiederholen werden“. Letzteres bezieht sich unter anderem auf die großen BTC-Verkäufe durch die deutsche Regierung, die US-Regierung und die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox.
Sie erwarten, dass eine „Nachholrally“ für BTC bevorsteht, bei der der Kurs, wie in der Vergangenheit, von der verringerten Zufuhr neuer Bitcoins profitieren wird.
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