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Die US-Börsenfutures liegen am Montag deutlich im Plus. Anleger starten optimistisch in die neue Handelswoche, gestützt von einem sinkenden Ölpreis und starken Zahlen großer Technologieunternehmen.
Zugleich stehen in dieser Woche wichtige Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen an, die darüber entscheiden könnten, ob die Börsenrally trägt.
Die Dow-Futures stiegen um 291 Punkte, ein Plus von 0,55 Prozent. Die Futures auf den S&P 500 legten um 0,59 Prozent zu, während die Nasdaq-100-Futures 0,82 Prozent höher notierten.
Damit dürfte Wall Street an den starken Handelstag vom Freitag anknüpfen. Der Dow Jones schloss damals 276 Punkte höher bei 52.485 Punkten. Der S&P 500 gewann 0,7 Prozent und beendete den Handel bei 7.489 Punkten, während der Nasdaq um mehr als 1 Prozent auf über 28.000 Punkte zulegte.
Nun stellt sich die Frage, ob der Markt genügend Schwung hat, um die Rekordrally fortzusetzen.
Ein wichtiger Impuls kommt vom Ölmarkt. Der Ölpreis gab nach, nachdem Präsident Donald Trump am Sonntag erklärt hatte, er habe einen geplanten Angriff auf Iran abgesagt. Damit wird dem Markt vorerst ein Teil der geopolitischen Risikoprämie genommen.
WTI fiel um fast 6 Prozent auf 79,66 Dollar je Barrel. Brent verlor 5,16 Prozent und sank auf 87,39 Dollar.
Für Aktien ist das positiv. Niedrigere Ölpreise dämpfen den Inflationsdruck und geben den Notenbanken etwas mehr Spielraum. Das ist besonders wichtig, weil Anleger derzeit angespannt auf die US-Notenbank, höhere langfristige Zinsen und die Frage blicken, ob die Inflation wieder anziehen könnte.
Die Kriegsgefahr ist damit jedoch nicht verschwunden. Der Markt reagiert vor allem erleichtert, weil ein neuer US-Angriff vorerst ausbleibt.
Die Rally der vergangenen Woche wurde von starken Zahlen aus dem Big-Tech-Sektor getragen.
Microsoft und Amazon stärkten bei Anlegern erneut das Vertrauen, dass Investitionen in KI tatsächlich Wachstum bringen können, vor allem im Cloud-Geschäft. Technologieaktien und Halbleiterwerte erholten sich dadurch deutlich.
Doch die Stimmung hat sich verändert. Anleger sind weniger bereit, immer höhere KI-Ausgaben hinzunehmen, solange klare Belege fehlen, dass diese Investitionen am Ende zu höheren Gewinnen führen.
Das wird zur zentralen Frage für die zweite Jahreshälfte. Geben Unternehmen lediglich weiter Geld für KI aus, oder schlagen sich diese Investitionen auch in Margen, Umsatzwachstum und freien Cashflows nieder?
Neben der Berichtssaison steht diese Woche auch ganz im Zeichen von Konjunkturdaten. Am Freitag erscheint der US-Arbeitsmarktbericht für Juli, einer der wichtigsten Indikatoren für die Zinspolitik der Federal Reserve.
Laut FactSet rechnen Ökonomen mit rund 87.500 neuen Stellen, nach 57.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte von 4,2 auf 4,3 Prozent steigen.
Ein schwächer als erwartet ausfallender Arbeitsmarktbericht könnte die Erwartungen an künftige Zinssenkungen verstärken und Aktien zusätzlich stützen. Erweist sich der Arbeitsmarkt dagegen als robuster als erwartet, könnten Anleger erneut länger anhaltend hohe Zinsen einpreisen.
Darüber hinaus legen in dieser Woche unter anderem McDonald’s, Kraft Heinz, Costco, Disney, Palantir und AMD ihre Quartalszahlen vor. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob die starke Börsenrally der vergangenen Monate ein ausreichendes Fundament für weitere Gewinne hat.
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