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Uber leitet eine umfassende Neuordnung ein und streicht weltweit rund 3.300 Stellen. Damit fällt etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg. Vor allem die Zahl der Managementebenen soll deutlich sinken.

Die dadurch frei werdenden Mittel will Uber wieder in Wachstum investieren. Im Fokus stehen unter anderem Fahrdienste, Essenslieferungen und vor allem selbstfahrende Fahrzeuge. In den kommenden Jahren will Uber mehr als 10 Milliarden Dollar in Partnerschaften rund um Robotaxis stecken.

Uber streicht zehn Prozent der Stellen

Vorstandschef Dara Khosrowshahi gab die Neuordnung am Mittwoch in einer internen E-Mail bekannt. Uber sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen, zugleich hätten sich zu viele Managementebenen, Abstimmungsrunden und zersplitterte Zuständigkeiten aufgebaut.

Insgesamt fallen rund 3.300 Stellen weg, das entspricht zehn Prozent der weltweiten Belegschaft. Die Zahl der Führungskräfte wird sogar um zwanzig Prozent reduziert. Nicht alle betroffenen Manager verlieren jedoch ihren Job. Ein Teil wechselt in Positionen ohne Führungsverantwortung.

Auch die Organisationsstruktur wird verschlankt. Uber löst fast die Hälfte der Teams auf, die nur aus einem oder zwei Mitarbeitern bestehen. Zudem will das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten verringern, die mehr als sieben Führungsebenen unterhalb des Vorstandschefs angesiedelt sind.

Mehrere Bereiche werden zusammengelegt. So sollen die operativen Teams für Restaurants, Einzelhandel und Lieferdienste künftig innerhalb einer Organisation enger zusammenarbeiten.

Anleger nahmen die Neuordnung positiv auf. Die Uber-Aktie lag zunächst im Minus, drehte nach der Nachricht jedoch ins Plus. Vor Handelsstart an der Wall Street legte der Kurs zeitweise um 1,7 Prozent zu.

Uber investiert Milliarden in Robotaxis

Die Einsparungen bedeuten nicht, dass Uber seine Investitionen zurückfahren will. Khosrowshahi will die frei werdenden Mittel vielmehr für Wachstum, Innovation und Technologien einsetzen, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen.

Robotaxis spielen dabei eine zentrale Rolle. Uber will in den kommenden Jahren mehr als 10 Milliarden Dollar in Partnerschaften rund um autonome Fahrzeuge investieren. Ziel ist es, Uber zur wichtigsten Plattform zu machen, über die Nutzer künftig selbstfahrende Taxis buchen können.

Das Unternehmen hatte zuvor bereits unter anderem in Avride, Lucid, Nuro und Rivian investiert. Gleichzeitig wurden Beteiligungen an anderen Unternehmen reduziert, um Kapital freizusetzen.

Uber verschärft zudem seine Homeoffice-Regeln. Künftig darf nur noch etwa ein Prozent der Belegschaft vollständig aus der Ferne arbeiten.

Größte Neuordnung seit Jahren

Uber hatte in diesem Jahr bereits kleinere Entlassungsrunden vorgenommen. Unter anderem wurde im Kundenservice und in der Personalabteilung gekürzt. Eine Neuordnung in diesem Umfang hatte das Unternehmen seit der Coronapandemie jedoch nicht mehr umgesetzt.

Nach der neuen Entlassungsrunde beschäftigt Uber weltweit noch etwas weniger als 30.000 Mitarbeiter. Damit fällt die Belegschaft in etwa auf das Niveau von 2021 zurück.

Khosrowshahi nannte künstliche Intelligenz nicht als unmittelbaren Grund für die Entlassungen. Uber versucht jedoch, KI zunehmend im Tagesgeschäft einzusetzen. Im Kern geht es bei der aktuellen Neuordnung nach Angaben des Unternehmens vor allem um weniger Managementebenen, niedrigere Kosten und mehr Spielraum für Investitionen in künftiges Wachstum.

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