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Anleger, die SpaceX-Aktien in der Hoffnung auf regelmäßige Zusatzerträge gekauft haben, dürften Geduld brauchen. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk scheint vorerst keine Dividende ausschütten zu wollen.

Aus Unterlagen zum Börsengang geht hervor, dass SpaceX künftige Gewinne lieber im Unternehmen behalten will. Das Kapital soll weiteres Wachstum finanzieren. Für Aktionäre bedeutet das: Ihre Rendite hängt vorerst vor allem vom Aktienkurs von SpaceX ab.

SpaceX setzt auf Wachstum statt Dividende

In den Unterlagen, die SpaceX bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hat, hält sich das Unternehmen formal die Möglichkeit offen, eine Dividende auszuschütten.

Aktionäre mit Stammaktien haben Anspruch auf eine Dividende, wenn der Verwaltungsrat eine Ausschüttung beschließt und dafür rechtlich ausreichend ausschüttungsfähige Mittel vorhanden sind. Das heißt jedoch nicht, dass eine solche Zahlung tatsächlich geplant ist.

Im Gegenteil: SpaceX schreibt, dass mögliche künftige Gewinne derzeit im Unternehmen bleiben sollen, um dessen Wachstum zu finanzieren.

„Wir beabsichtigen derzeit, künftige Gewinne, sofern sie anfallen, zur Finanzierung unseres Unternehmenswachstums einzubehalten“, heißt es im Börsenprospekt von SpaceX.

Damit verfolgt das Unternehmen einen Ansatz, der bei stark wachstumsorientierten Firmen häufig zu beobachten ist. Statt einen Teil des Gewinns direkt an Aktionäre weiterzureichen, bleibt das Kapital für Investitionen und den laufenden Geschäftsbetrieb verfügbar.

SpaceX-Dividende könnte noch Jahre ausbleiben

Selbst wenn SpaceX in Zukunft umsteuern wollte, wäre eine Dividende nicht selbstverständlich. Der Verwaltungsrat muss dabei verschiedene Faktoren berücksichtigen.

Dazu zählen die Geschäftsergebnisse und der Kapitalbedarf des Unternehmens. Auch mögliche Investitionen und gesetzliche Vorgaben spielen eine Rolle. Zudem weist SpaceX darauf hin, dass bestehende Kreditvereinbarungen Dividendenausschüttungen beschränken. Neue Finanzierungen könnten später weitere Bedingungen hinzufügen.

Für Anleger ist das relevant. Wer SpaceX-Aktien hält, sollte vorerst also nicht mit regelmäßigen Zahlungen rechnen, wie sie bei vielen etablierten börsennotierten Unternehmen üblich sind.

Die mögliche Rendite ergibt sich damit vor allem aus einem steigenden Aktienkurs. Wächst SpaceX weiter und sind Anleger bereit, mehr für die Aktie zu zahlen, können Aktionäre davon profitieren. Sinkt die Bewertung, gibt es keine Dividende, die einen Teil dieses Verlusts abfedert.

Verwaltungsrat von SpaceX behält die Kontrolle

Eine Dividende in der Zukunft ist nicht ausgeschlossen. SpaceX betont, dass die Dividendenpolitik letztlich in der Verantwortung des Verwaltungsrats liegt.

Dabei berücksichtigt das Gremium unter anderem die Finanzlage, Investitionsmöglichkeiten, Geschäftsergebnisse und den Kapitalbedarf für weiteres Wachstum.

Vorerst liegt die Priorität klar auf diesem letzten Punkt. Solange SpaceX seine Einnahmen benötigt, um das Geschäft auszubauen, dürften Aktionäre kaum damit rechnen können, einen Teil des Gewinns direkt auf ihr Konto überwiesen zu bekommen.

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