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Präsident Donald Trump verdiente 2025 rund 1,4 Milliarden Dollar mit Krypto-bezogenen Investitionen. Laut einer neuen Umfrage von Reuters/Ipsos unter 1.166 Amerikanern hält eine Mehrheit der Befragten das für unangemessen. Die hohen Krypto-Gewinne werfen vor allem Fragen nach möglichen Interessenkonflikten auf.
63 Prozent der Befragten halten die Krypto-Investitionen der Familie Trump für unangemessen. Überwältigend fällt das Ergebnis nicht aus, doch es zeigt vor allem, wie stark die Einschätzungen zu dem Thema auseinandergehen.
Unter republikanischen Befragten halten 69 Prozent die Krypto-Aktivitäten von Trump und seiner Familie dagegen für angemessen. Bei den Demokraten ist das Bild nahezu spiegelverkehrt: 92 Prozent bezeichnen die Investitionen als unangemessen.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen mögliche Interessenkonflikte. Einem Bericht des US Office of Government Ethics zufolge verdienten Trump und seine Familie 2025 rund 1,4 Milliarden Dollar mit Krypto-bezogenen Investitionen. Eine enorme Summe.
Dazu zählen unter anderem Einnahmen aus World Liberty Financial, dem Kryptounternehmen der Familie Trump, sowie aus Official Trump (TRUMP), dem mit dem Präsidenten verbundenen Memecoin. Trump brachte den Memecoin kurz vor seiner Amtseinführung auf den Markt.
Das Weiße Haus weist den Vorwurf von Interessenkonflikten zurück. Sprecherin Anna Kelly erklärte mehrfach, es gebe keine Interessenkonflikte.
Mehrere US-Parlamentarier haben inzwischen weitere Untersuchungen zu World Liberty Financial und anderen Krypto-Investitionen der Familie Trump gefordert.
Chuck Schumer, demokratischer Minderheitsführer im Senat, kündigte im Juli zudem ein Gesetzesvorhaben zur Einrichtung einer speziellen Antikorruptionsstelle innerhalb der Bundesverwaltung an. Dabei verwies er ausdrücklich auf Trumps äußerst lukrative Kryptoprojekte.
Die Debatte fällt in eine Phase, in der die Regierung Trump zugleich stark auf klarere Kryptogesetze drängt. Trump sprach am Mittwoch bei einem Treffen im Weißen Haus mit Führungskräften der Branche über die Zukunft digitaler Vermögenswerte.
Dabei sprach sich Trump unter anderem für die Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act aus. Das Gesetz soll genauer regeln, wann die SEC und wann die CFTC die Aufsicht über Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte übernimmt. Für den 15. September ist eine Verfahrensabstimmung über den Gesetzentwurf angesetzt.
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