Der bekannte US-Händler Peter Brandt sorgt mit einer bemerkenswerten Theorie für Aufsehen in der Kryptobranche. Seiner Ansicht nach sollte die US-Regierung den Bitcoin (BTC)-Markt bewusst zum Einsturz bringen, um anschließend selbst zu Tiefstpreisen einzusteigen.
USA sollen „Bitcoin-Crash erzwingen“
Peter Brandt brachte auf X die Idee ins Spiel, dass die Vereinigten Staaten ein strategisches Interesse daran haben könnten, den Bitcoin-Kurs abstürzen zu lassen. So könnte die Regierung laut ihm Michael Saylor und sein Unternehmen Strategy dazu zwingen, ihren gigantischen Bitcoin-Bestand zu liquidieren – damit die USA anschließend selbst günstig um die 30.000 Dollar je BTC aufkaufen können.
Nach Brandts Szenario könnte der Staat Bitcoin so billig akkumulieren und später als strategische Reserve einsetzen. Tatsächlich verfügen die USA schon jetzt über einen beachtlichen BTC-Bestand. Mit 326.588 Coins in den Reserven – bei einem Kurs von 83.000 Dollar rund 27 Milliarden Dollar wert – hält die US-Regierung derzeit die größte staatliche Bitcoin-Reserve der Welt. All diese Bitcoins
stammen größtenteils aus Beschlagnahmungen. Zuletzt kamen nach der Zerschlagung eines groß angelegten Cyberbetrugsnetzwerks in Kambodscha mehr als 127.000 Bitcoin hinzu. Ein erheblicher Teil der Bestände geht zudem auf den Silk-Road-Fall zurück, einen berüchtigten illegalen Online-Marktplatz.
Strategy ist nach wie vor mit großem Abstand der größte börsennotierte Bitcoin-Halter. Mit 649.870 BTC in der Bilanz besitzt das Unternehmen fast doppelt so viel wie die US-Regierung. Der Gesamtwert dieses Bestands liegt bei rund 54,6 Milliarden Dollar.
Michael Saylors Unternehmen erwarb seine Bitcoins zu einem durchschnittlichen Kurs von etwa 74.400 Dollar. Sollte der Preis deutlich darunter fallen, wie von Peter Brandt skizziert, könnte das Strategy ernsthaft in Bedrängnis bringen. Da ein Teil der Käufe über Kredite finanziert wurde, könnte Strategy zu Verkäufen gezwungen sein – mit der Gefahr einer Abwärtsspirale am Markt. In einem solchen Szenario könnte die US-Regierung günstig BTC einsammeln.
Brandt: BTC steigt erst 2029 richtig durch
Peter Brandt rechnet damit, dass es noch eine ganze Weile dauern kann, bis Bitcoin wieder richtig Fahrt aufnimmt. In einem anderen X-Post erklärt er, dass er derzeit rund 40 Prozent seiner ursprünglichen Bitcoin-Position hält. Seiner Prognose nach wird Bitcoin die Marke von 200.000 Dollar erst im dritten Quartal 2029 erreichen.
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