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Die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz werden für Verbraucher zunehmend spürbar. Tim Cook warnte kurz vor seinem Rückzug als Apple-Chef, dass die Kosten für zentrale Computerkomponenten so stark steigen wie nie zuvor.

Apple kann diese Mehrkosten nicht länger vollständig selbst auffangen und erhöht deshalb die Preise. Auch Elon Musk blickt mit Sorge auf die Entwicklung.

Cook trat am 1. September nach 15 Jahren als Vorstandschef von Apple zurück. Die Führung übergab er an John Ternus, der bei dem Technologiekonzern viele Jahre für die Hardware verantwortlich war. Cook bleibt Apple jedoch als Executive Chairman verbunden.

Tim Cook warnt vor rasant steigenden Preisen

Eines der größten Probleme für Apple ist derzeit die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Speicherchips. Technologiekonzerne bauen weltweit riesige Rechenzentren für künstliche Intelligenz und benötigen dafür große Mengen an Chips und anderen Computerkomponenten.

Diese Nachfrage belastet die verfügbaren Produktionskapazitäten und treibt die Preise nach oben. Cook bezeichnete die Lage wenige Wochen vor seinem Abschied gegenüber The Wall Street Journal als außergewöhnlich.

„Eine solche Entwicklung erlebt man vielleicht einmal in hundert Jahren. In mehr als vier Jahrzehnten habe ich in keinem Bereich etwas Vergleichbares gesehen“, sagte Cook.

Apple hatte lange versucht, die höheren Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherplatz nicht vollständig an die Kunden weiterzugeben. Nach Cooks Einschätzung ist das inzwischen nicht mehr durchzuhalten.

„Preiserhöhungen sind leider unvermeidlich“, sagte er bei seiner letzten Präsentation der Quartalszahlen als Apple-Chef.

Die Folgen sind inzwischen sichtbar. Apple hat die Preise für mehrere Mac- und iPad-Modelle angehoben. Auch andere große Technologiekonzerne, darunter Microsoft, Hewlett Packard, Dell und Nintendo, haben ihre Preise erhöht.

Elon Musk beobachtet dieselbe Entwicklung

Auch Elon Musk warnt vor den ungewöhnlichen Preissprüngen. Der Chef von Tesla und SpaceX sprach von dem stärksten Preisanstieg, den er je gesehen habe.

Musk teilte dazu einen Artikel von The Wall Street Journal über die Folgen des weltweiten Baus von KI-Rechenzentren. Darin wird gewarnt, dass die enormen Investitionen in Infrastruktur für künstliche Intelligenz eine neue Inflationswelle auslösen könnten.

Das bleibt nicht auf Computer beschränkt. Die starke Nachfrage nach Chips, Strom, Speicherkapazitäten und anderen Komponenten kann am Ende die Kosten vieler Produkte und Dienstleistungen erhöhen.

Eine der genannten Zahlen zeigt, wie schnell sich diese Entwicklung inzwischen vollzieht. Die Verbraucherpreise für Computersoftware und Zubehör lagen rund 15 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

KI-Boom kann für Verbraucher immer teurer werden

Die Warnungen von Cook und Musk zeigen die Kehrseite der milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz. Große Technologiekonzerne versuchen mit hohem Tempo, genügend Rechenleistung aufzubauen, um ihre KI-Modelle zu trainieren und neue Dienste anzubieten.

Dafür werden nicht nur hochentwickelte Chips benötigt. Rechenzentren verbrauchen große Mengen an Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Strom. Wächst die Nachfrage schneller als das Angebot, steigen die Preise für diese Komponenten.

Für Unternehmen wie Apple entsteht dadurch eine schwierige Abwägung. Sie können einen Teil der höheren Kosten selbst tragen. Werden die Preissteigerungen jedoch zu groß, landen sie am Ende bei den Verbrauchern.

Die höheren Preise für Macs, iPads und Geräte anderer Hersteller zeigen, dass dieser Prozess bereits begonnen hat. Damit dürfte der KI-Boom, der vor allem für enorme Investitionen und schnellen technologischen Fortschritt steht, zunehmend im Geldbeutel der Verbraucher ankommen.

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