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Jim Cramer ist dafür bekannt, Aktien konsequent zu verkaufen, sobald die ursprüngliche Investmentstory nicht mehr trägt.

Bei zwei Unternehmen macht er jedoch eine seltene Ausnahme. Nvidia und Apple zählen für ihn zu den wenigen Aktien, die er lieber im Depot hält, statt sie aktiv zu handeln.

Apple und Nvidia im vergangenen Jahr.
Apple und Nvidia im vergangenen Jahr. Quelle: TradingView

Der Grund: Er hat großes Vertrauen in das Management beider Unternehmen.

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Kein „buy and hold“, sondern „buy and homework“

Normalerweise hält Cramer nichts davon, Aktien blind liegen zu lassen. Seine Devise lautet „buy and homework“.

Eine Aktie wird demnach wegen einer bestimmten Anlagethese gekauft. Solange diese These trägt, kann man investiert bleiben. Ändern sich die Fakten, muss man aus seiner Sicht aber zum Verkauf bereit sein.

Umso bemerkenswerter ist seine Ausnahme für Nvidia und Apple. Für diese beiden Werte verwendet er sogar die Formel: „Halten, nicht handeln.“

Warum Nvidia sein Vertrauen gewonnen hat

Bei Nvidia verweist Cramer vor allem auf Vorstandschef Jensen Huang. Dabei erinnert er an einen Fernsehauftritt im September 2022.

Nvidia stand damals stark unter Druck, die Aktie hatte in jenem Jahr massiv verloren. Huang blieb dennoch gelassen und erklärte, Künstliche Intelligenz werde auf lange Sicht enorme Mengen an Nvidia-Chips benötigen.

Einen Monat später erreichte die Aktie ihren Tiefpunkt. Im darauffolgenden Frühjahr markierte Nvidia bereits neue Hochs. Für Cramer war das ein entscheidender Moment.

Nicht nur, weil Huang am Ende recht behielt, sondern vor allem, weil er an der Strategie festhielt, als der Markt kaum noch daran glaubte.

Auch Apple erhält einen Sonderstatus

Apple fällt Cramer zufolge in dieselbe Kategorie. Auch hier beruht sein Vertrauen vor allem auf der Qualität des Managements und der langen Erfolgsbilanz.

Das heißt allerdings nicht, dass Anleger die Bewertung aus dem Blick verlieren sollten. Im Gegenteil.

Cramer betont, dass auch bei Nvidia und Apple die Hausaufgaben notwendig bleiben. Bewertungen können sich verändern, Wachstumserwartungen können enttäuscht werden, und selbst starkes Management kann Fehler machen.

„Heilig“ heißt nicht unverkäuflich

Seine Botschaft ist daher weniger radikal, als der Begriff „heilige Aktien“ vermuten lässt. Cramer bezeichnet Nvidia und Apple derzeit als seine verlässlichsten Aktien.

Dieses Vertrauen ist jedoch nicht grenzenlos. Er verweist auf Bed Bath & Beyond als Beispiel für ein Unternehmen, dessen Management Milliarden für Aktienrückkäufe ausgab, während das operative Geschäft schwächer wurde.

Das zeigt aus seiner Sicht, dass keine Aktie dauerhaft über Kritik steht. Nvidia und Apple haben sich ihren Sonderstatus also verdient.

Ändert sich jedoch die Story, gilt am Ende auch für sie dieselbe Regel: Die Fakten müssen neu bewertet werden.

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