Zwischen 2015 und 2021 soll Pavel Durov, Mitbegründer und CEO von Telegram, mehr als 50 Mal nach Russland gereist sein, berichtet das unabhängige russische Nachrichtenmedium Important Stories am 27. August. Diese Nachricht basiert auf durchgesickerten Daten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, der angeblich Durovs Bewegungen verfolgte.
Reisen nach Russland nicht verborgen
Die durchgesickerten Informationen, die am 20. August öffentlich gemacht und am 26. August wieder versteckt wurden, sind teilweise von Important Stories verifiziert worden. Dies geschah durch Gespräche mit einem Forscher, der Verbindungen zu Alexei Nawalny, dem ehemaligen russischen Oppositionsführer, hat, der Anfang dieses Jahres im Gefängnis verstorben ist.
Durov soll seine Reisen nach Russland zudem nicht versucht haben zu verbergen. Laut Berichten von Important Stories flog er regelmäßig zwischen Sankt Petersburg und verschiedenen europäischen Städten mit Aeroflot-Flügen und nutzte die russische Eisenbahn, um von Russland nach Helsinki zu reisen.
Auch Mitbegründer von VKontakte
Pavel Durov, der russischer Abstammung ist, gründete 2006 VKontakte mit, ein beliebtes russisches soziales Netzwerk. 2014 weigerte er sich, einer Aufforderung des FSB nachzukommen, die persönlichen Daten ukrainischer Demonstranten preiszugeben, woraufhin er als CEO von VKontakte zurücktrat und seinen 12%-Anteil an Ivan Tavrin, den CEO von MegaFon, verkaufte. Kurz darauf verließ Durov Russland.
Laut dem Bericht von Important Stories kehrte Durov seit seinem Weggang nur einmal öffentlich nach Russland zurück, und zwar im Herbst 2014, um sein Rechenzentrum ICVA zu verkaufen. Dennoch soll er zwischen 2015 und 2017 sowie erneut zwischen 2020 und 2021 mehrfach nach Russland gereist sein. Die einzige Zeitspanne, in der er Russland nicht besuchte, war zwischen 2018 und 2020.
Nicht in Länder reisen, die nicht mit den Werten von Telegram übereinstimmen
In einem Interview mit Tucker Carlson im April 2024 erklärte Durov jedoch, dass er nicht in Länder reise, die nicht mit den Werten von Telegram übereinstimmen, einschließlich Russland. Er betonte, dass er nur an Orte gehe, bei denen er Vertrauen in die Übereinstimmung mit den Prinzipien seines Unternehmens habe.
Telegram wurde 2018 von der russischen Regierung verboten, weil die App sich weigerte, staatlichen Behörden Zugang zu den verschlüsselten Nachrichten der Nutzer zu gewähren. Das Verbot wurde 2020 aufgehoben.
Vor kurzem, am 24. August, wurde Durov in Frankreich verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, illegale Aktivitäten auf der Telegram-Plattform nicht ausreichend moderiert zu haben, was laut den französischen Behörden zur Förderung von Drogenhandel, Betrug und organisierter Kriminalität beigetragen hat.
Blockchain.com sichert sich weitere wichtige Krypto-Lizenz
Blockchain.com erhält auf den Kaimaninseln eine VASP-Lizenz und baut damit weltweit regulierte Handels- und Verwahrdienste für digitale Vermögenswerte aus.
CLARITY Act lebt: Senat stellt Weichen für Abstimmung im September
Der Senat hat kurz vor der Sommerpause das Verfahren eingeleitet, um das Kryptogesetz im September zur Abstimmung zu stellen. Das bedeutet der Schritt für die Branche.
Aufschub beim US-Kryptogesetz gibt Asien die Chance auf Vorsprung
Der US-Senat verschiebt die Abstimmung über das Kryptogesetz auf September. Hongkong und Singapur könnten die entstehende Lücke unmittelbar nutzen.
Meist gelesen
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
Großbank bekräftigt sehr hohes XRP-Kursziel: 28 Dollar bis 2030
Standard Chartered nennt für XRP weiterhin ein Kursziel von 28 Dollar für 2030 – ungeachtet gedämpfter kurzfristiger Erwartungen und der Volatilität am Markt.
