Institutionelle Investoren bevorzugen Krypto zunehmend als Instrument zur Diversifizierung ihres Portfolios – statt kurzfristiger Spekulationsgewinne. Das geht aus dem Future Finance 2025-Bericht der Schweizer Digitalbank Sygnum hervor.
Diversifikation vor Rendite
Der Bericht von Sygnum zeigt, dass mehr als 60 Prozent der institutionellen Anleger planen, ihre Allokationen in digitale Vermögenswerte zu erhöhen, während nur 4 Prozent einen Abbau erwägen. Laut Sygnum deutet dies auf eine wachsende Reife des Kryptomarkts hin.
Erstmals nennen institutionelle Anleger die Portfoliodiversifikation (57 Prozent) häufiger als kurzfristige Rendite (53 Prozent) als Hauptgrund für ihre Krypto-Investitionen. Institutionen denken beim Investieren in Krypto also zunehmend langfristig. Sygnum wertet das als Hinweis darauf, dass Krypto zu einer strategischen, langfristigen Anlageklasse heranwächst.
Gefragt sind dabei Vermögenswerte wie tokenisierte Geldmarktfonds, Stablecoins und Multi-Asset-ETPs. Zudem würden über 70 Prozent der Befragten ihr Engagement erhöhen, sollte Staking innerhalb von ETF-Strukturen erlaubt werden.
Zugleich bleibt Unsicherheit ein hemmender Faktor. Unklare Regulierung und Sorgen rund um Custody werden inzwischen als größere Risiken wahrgenommen als Volatilität. Jurisdiktionen mit klaren Regelwerken, wie die Schweiz und Teile Europas unter dem MiCA-Krypto-Gesetz, sind Sygnum zufolge daher bei Unternehmens-Allokationen in Krypto beliebter.
Wachsende Rolle für Bitcoin
Die Untersuchung zeigt auch, dass Bitcoin (BTC) zunehmend als strategisches Reserve-Asset gilt. Mehr als 80 Prozent der befragten Anleger betrachten BTC als tragfähigen Bestandteil der Unternehmens-Treasury. 70 Prozent geben an, dass das Halten von Cash auf lange Sicht eine vertane Chance ist.
Unter vermögenden Privatpersonen ist Krypto noch beliebter. 91 Prozent von ihnen sehen Krypto als essenziell für den Kapitalerhalt, vor allem als Schutz vor Inflation. Zudem wächst das Interesse an ETFs, die über Ethereum (ETH) und BTC hinausgehen.
Laut Sygnum spiegelt dieser Trend einen grundlegenden Wandel wider: weg von Spekulation, hin zum strukturellen Einsatz von Krypto als Schutz vor Inflation, geopolitischer Unsicherheit und schwindendem Vertrauen in traditionelle Währungen.
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