SpaceX plant für das nächste Jahr einen Börsengang mit einer Bewertung von etwa 1.500 Milliarden Dollar. Das Unternehmen von Elon Musk will dabei über 30 Milliarden Dollar bei Investoren einsammeln. Die Planung zielt auf die zweite Jahreshälfte ab, wobei die Einführung auf 2027 verschoben werden könnte.
Die Presseagenturen Bloomberg und Reuters berichten, dass die Vorbereitungen bereits laufen. Der endgültige Zeitpunkt hängt von den Marktbedingungen und dem Abschluss der internen Verfahren im Raumfahrtunternehmen ab.
Dienste und Geschäftsmodell von SpaceX
SpaceX ist weltweit in der kommerziellen Raumfahrt tätig und nutzt seine Raketen für den Transport von Besatzung und Fracht, unter anderem zur internationalen Raumstation. Die Haupteinnahmequellen liegen jedoch nicht in diesen Missionen. Die Einnahmen stammen hauptsächlich von Starlink. Dieses Satellitennetzwerk bietet umfangreich Zugang zum Internet. Es wird häufig von Schiffen, Hilfsorganisationen und Nutzern in Gebieten genutzt, in denen traditionelle Infrastruktur fehlt. Zudem untersucht das Unternehmen, ob die Satelliten auch für Mobiltelefonie genutzt werden können.
Als privates Unternehmen veröffentlicht SpaceX keine vollständigen Finanzberichte. Elon Musk hat zuvor angegeben, dass der Umsatz dieses Jahr voraussichtlich etwa 15,5 Milliarden Dollar betragen wird. Der Großteil stammt von Starlink. Der Dienst soll etwa acht Millionen aktive Nutzer haben. Für Raumfahrtdienste erhält SpaceX zudem Zahlungen von der NASA. Die NASA zahlt in diesem Jahr etwa 1,1 Milliarden Dollar. Laut Informationen aus Berichten von Bloomberg wird mittelfristig mit einem Anstieg der Gesamteinnahmen gerechnet, möglicherweise bis zu etwa 23 Milliarden Dollar im Jahr 2026.
Investitionen und Pläne für die Zukunft
Mit der Börsennotierung will SpaceX neues Kapital beschaffen, um weitere Expansionen zu finanzieren. Innerhalb des Unternehmens werden unter anderem Pläne für Rechenzentren im Weltraum entwickelt, die mit Solarenergie betrieben werden können. Auch andere Technologieunternehmen, darunter Google, erforschen Anwendungen, bei denen Rechenkapazität über Satelliten bereitgestellt wird.
Darüber hinaus erwägt SpaceX die Möglichkeit, Starlink langfristig als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Auf der Plattform X erschien diese Woche ein Beitrag von WatcherGuru. In diesem Beitrag wird behauptet, dass Starlink ab 2026 als eigener Börsenfonds an den Markt gehen könnte.
Laut den Angaben der Vermögenspublikation Forbes besitzt Elon Musk etwa 42 Prozent der Anteile von SpaceX, was ihm 72 Prozent der Stimmrechte gibt. Sein Vermögen wird auf 491 Milliarden Dollar geschätzt und könnte steigen, insbesondere wenn es zu einem Börsengang mit einer Bewertung von 1.500 Milliarden Dollar kommt.
SpaceX beschert Wall-Street-Banken bestes Quartal seit 2021
Die großen Wall-Street-Banken haben mit dem Börsendebüt von SpaceX Milliarden verdient und erleben derzeit eine Hochphase.
Im Streit um Hormus zählt nur eine Frage: Wer kontrolliert die Route?
Iran gibt gegenüber Donald Trump nicht nach und setzt darauf, dass er wegen der Zwischenwahlen in diesem Krieg als Erster nachgeben muss.
Inflation, Öl und Quartalszahlen: Warum diese Woche für die Märkte wichtig wird
Inflationsdaten, der erneut eskalierende Iran-Krieg und eine Flut von Quartalszahlen: Das wird in dieser Woche für die Märkte wichtig.
Meist gelesen
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
