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Elon Musk und Morgan Stanley liegen mit ihren Erwartungen für SpaceX sieben Jahre auseinander. Musk zufolge könnte SpaceX um 2033 einen Jahresumsatz von rund 3,5 Billionen Dollar erreichen. Morgan Stanley kommt in seinem Modell erst um 2040 in die Nähe dieses Niveaus.
Der Unterschied ist enorm. Nicht nur wegen der sieben Jahre, sondern vor allem, weil ein Umsatz von 3,5 Billionen Dollar kaum vorstellbar ist. Zum Vergleich: Amazon, gemessen am Umsatz derzeit eines der größten Unternehmen der Welt, erzielte 2025 Einnahmen von rund 716,9 Milliarden Dollar.
Musk traut SpaceX damit einen Jahresumsatz von fast dem Fünffachen Amazons zu.

Wichtig ist: Es handelt sich nicht um eine offizielle Prognose von SpaceX. Das Unternehmen selbst hat weder in seinen Börsenunterlagen noch im Quartalsbericht ein Umsatzziel veröffentlicht. Die Aussage stammt von Musk persönlich.
Das macht sie zugleich interessant und riskant. Musk hat schon häufiger extrem ehrgeizige Ziele ausgegeben. Manche erwiesen sich als richtungsweisend, andere waren zeitlich deutlich zu optimistisch.
SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar. Um 2033 auf 3,5 Billionen Dollar zu kommen, müsste das Unternehmen rund acht Jahre lang um etwa 92 Prozent pro Jahr wachsen. Das ist keine gewöhnliche Wachstumsannahme.
Die große Frage ist, woher dieser Umsatz kommen soll. Starlink ist heute die wichtigste Cashflow-Quelle. Die Zahl der Abonnenten verdoppelte sich auf 12 Millionen, zugleich sank der durchschnittliche Umsatz je Nutzer von 85 auf 66 Dollar.
Das zeigt: Mehr Nutzer bedeuten nicht automatisch stabile Erlöse pro Kunde. Auch das Startgeschäft ist kleiner, als viele Anleger vermuten. Die Raumfahrtsparte erzielte im Quartal einen Umsatz von 962 Millionen Dollar.
Der eigentliche Optionswert liegt daher im Bereich KI. Die KI-Sparte wuchs um 247 Prozent auf 2,56 Milliarden Dollar Umsatz. Gleichzeitig flossen von den Investitionen in Höhe von 18,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal allein 15,8 Milliarden Dollar in KI.
Dazu passt auch die Zusammenarbeit mit Nvidia. SpaceX arbeitet an KI-Rechensatelliten und will ab 2028 die ersten großen Schritte machen. Gelingt das, könnte das Unternehmen mit Rechenzentren im Erdorbit einen völlig neuen Markt erschließen.
Das ist die Vision hinter den extremen Umsatzerwartungen. Vorerst muss der Markt jedoch sehen, ob die Technologie im großen Maßstab funktioniert und ob Kunden tatsächlich dafür zahlen wollen.
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