Drei große Schweizer Banken haben erfolgreich einen Test abgeschlossen, bei dem zum ersten Mal eine rechtlich bindende Zahlung über eine öffentliche blockchain durchgeführt wurde.
UBS, Sygnum Bank und PostFinance führten den Test unter der Flagge der Swiss Bankers Association (SBA) durch. Die Studie untersuchte, wie Bankeinlagen tokenisiert werden können und wie Zahlungen über Smart Contracts automatisch verarbeitet werden können.
Zahlung zwischen Kunden der teilnehmenden Banken
In der Probe wurde eine Zahlung zwischen Kunden der teilnehmenden Banken mit einem sogenannten Depositotoken durchgeführt. Es wurde auch ein Escrow-ähnlicher Prozess getestet, bei dem tokenisierte reale Vermögenswerte automatisch ausgetauscht wurden. Laut der SBA ist dies das erste Mal, dass Banken eine rechtlich bindende interbank Zahlung mit Bankeinlagen auf einer öffentlichen blockchain durchgeführt haben.
Die Smart Contracts ermöglichen laut SBA überprüfbare Prozesse, die den Vorschriften entsprechen. Die Organisation betont jedoch, dass eine Skalierung weitere Zusammenarbeit mit anderen Banken, Infrastrukturanbietern und Regulierungsbehörden erfordert.
Beweis, dass traditionelles Geld und öffentliche blockchains zusammenarbeiten können
Christoph Puhr, Leiter digitale Vermögenswerte bei UBS, sieht in der Probe einen Beweis, dass traditionelles Bankgeld und öffentliche blockchains zusammenarbeiten können. Dies könnte laut ihm die Entwicklung von tokenisierten Vermögenswerten beschleunigen und die Zukunft der Finanzsysteme mitgestalten.
Auch Zentralbanken untersuchen die Möglichkeiten von blockchain. Die Federal Reserve Bank von New York und das Innovation Hub Swiss Centre der Bank for International Settlements kamen früher dieses Jahr zu dem Schluss, dass Smart Contracts schnell und flexibel einsetzbar sind, obwohl die aktuelle Infrastruktur noch weitere Entwicklung erfordert.
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