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Samsung will in diesem Jahr bis zu 110 Billionen Won, umgerechnet rund 80 Milliarden Dollar, an seine Aktionäre zurückgeben. Der südkoreanische Technologiekonzern verdient kräftig an der enormen Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz und lässt Anleger nun am KI-Boom teilhaben.
Es wäre das größte Programm zur Kapitalrückführung in der südkoreanischen Geschichte. An der Börse kam die Ankündigung dennoch nicht gut an. Die Samsung-Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise bis zu 2,6 Prozent, weil einige Investoren mit einer noch höheren Ausschüttung gerechnet hatten.
Samsung will etwa die Hälfte seines freien Cashflows an die Aktionäre zurückgeben. Für das dritte Quartal ist eine Dividende von rund 22 Milliarden Dollar vorgesehen.
Darüber hinaus stellt der Konzern rund 11 Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Aktien bereit. Diese Aktien sind für Vergütungsprogramme für Mitarbeiter vorgesehen.
Was mit dem verbleibenden Betrag geschieht, ist noch offen. Samsung dürfte auf einer Vorstandssitzung im Januar festlegen, wie viel zusätzliches Kapital über Dividenden oder andere Instrumente an die Aktionäre fließt.
Mit diesen Summen reiht sich Samsung in die größten Ausschüttungsprogramme weltweit ein. Zum Vergleich: Apple kündigte 2024 Aktienrückkäufe im Volumen von 110 Milliarden Dollar an – damals der größte Aktienrückkauf in der US-Geschichte.
Möglich wird die milliardenschwere Ausschüttung durch die enorme Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz. Samsung ist der größte Speicherchiphersteller der Welt und profitiert ebenso wie der Konkurrent SK Hynix von den Milliardensummen, die in KI-Rechenzentren investiert werden.
Speicherchips sind unverzichtbar für die leistungsstarken Prozessoren, mit denen KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Nvidia zählt zu den wichtigsten Kunden beider südkoreanischer Hersteller.
Auch SK Hynix beteiligt seine Aktionäre inzwischen am KI-Boom. Das Unternehmen kündigte in dieser Woche einen Aktienrückkauf von rund 29 Milliarden Dollar an. Damit stieg der Druck auf Samsung, ebenfalls einen größeren Teil seiner wachsenden liquiden Mittel an die Anteilseigner zurückzugeben.
Analysten zufolge könnte dies sogar einen breiteren Wandel am südkoreanischen Aktienmarkt anstoßen. Unternehmen des Landes waren bei großen Dividenden und Aktienrückkäufen traditionell zurückhaltender als US-Konzerne.
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