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Qualcomm ist im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent gefallen, nachdem der Chipkonzern eine enttäuschende Gewinnprognose für das laufende Quartal vorgelegt hatte.
Der schwache Ausblick verdeutlicht die anhaltenden Probleme im Smartphone-Markt. Zugleich setzen steigende Produktionskosten und Engpässe bei Speicherchips die Margen weiter unter Druck.
Qualcomm rechnet für das Ende September auslaufende Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,05 und 2,25 Dollar. Selbst das obere Ende dieser Spanne liegt unter der durchschnittlichen Analystenerwartung.
Der Umsatz soll voraussichtlich zwischen 9,7 und 10,5 Milliarden Dollar liegen. Diese Prognose entspricht zwar weitgehend den Erwartungen an der Wall Street, Anleger reagierten jedoch vor allem auf den schwachen Gewinnausblick.
Nach Angaben von Qualcomm belasten höhere Produktionskosten und anhaltende Engpässe bei Speicherchips die Profitabilität. Das Unternehmen gibt einen Teil dieser Kosten an Kunden weiter, rechnet aber damit, dass sich dies erst mit Verzögerung vollständig in den Margen niederschlägt.
Die schwache Nachfrage nach Smartphones belastet Qualcomm weiter. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz mit Android-Smartphones im Geschäftsjahr 2026 um rund 20 Prozent sinkt. Nach Angaben von Qualcomm kostet dieser Rückgang mehr als 1,50 Dollar Gewinn je Aktie.
Zudem verliert der Chipkonzern schneller als erwartet Aufträge von Apple. Der iPhone-Hersteller entwickelt zunehmend eigene Chips, wodurch Qualcomm eine wichtige Einnahmequelle wegbricht.
Auch der KI-Boom schafft neue Herausforderungen. Wegen der hohen Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren können Smartphone-Hersteller weniger Geräte produzieren. Das trifft Qualcomm unmittelbar, da der Konzern sowohl Chips liefert als auch Lizenzeinnahmen auf Basis der Zahl verkaufter Smartphones erzielt.
Qualcomm versucht seit Längerem, seine Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu verringern. Der Konzern investiert deshalb kräftig in Chips für Rechenzentren, Autos und andere vernetzte Geräte. Diese Bereiche wachsen, sind bislang aber noch nicht groß genug, um den Rückgang im Smartphone-Geschäft vollständig auszugleichen.
Einen Lichtblick sieht Qualcomm jedoch in China. Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte der Umsatz chinesischer Smartphone-Hersteller seinen Tiefpunkt erreicht haben; im laufenden Quartal wird wieder ein zweistelliges Wachstum erwartet.
Der enttäuschende Ausblick überlagerte diese positive Entwicklung. Die Qualcomm-Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund 4,3 Prozent.
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