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Der Kryptomarkt steht heute deutlich unter Druck. Der Kurs von Bitcoin (BTC) liegt knapp drei Prozent im Minus, auch Ethereum (ETH) gerät mit einem Rückgang von mehr als vier Prozent spürbar unter Druck. Für Newsbit-Analyst Erik Juffermans kommt diese Korrektur nicht überraschend.
In seiner vorigen Bitcoin-Analyse hatte er bereits gewarnt, dass der Rückgang möglicherweise noch nicht ausgestanden ist. Die Frage ist nun, was Anleger bei Ethereum erwarten können.
Nach Einschätzung von Juffermans ähnelt die Marktstruktur von Ethereum weiterhin der von Bitcoin. Das ist wenig überraschend, da ETH dem Kurs von BTC in der Regel folgt. In den vergangenen Wochen entwickelte sich Ethereum allerdings deutlich stärker als Bitcoin. Dadurch gelang ETH ein höheres Hoch, während Bitcoin bei einem niedrigeren Hoch steckenblieb.
Damit ist die Struktur von Ethereum vorerst noch nicht bearish. Dennoch sieht Juffermans Anlass zur Vorsicht. Sollte Bitcoin weiter nachgeben, dürfte Ethereum mit hoher Wahrscheinlichkeit mit nach unten gezogen werden.
Auf dem Tageschart fallen zudem mehrere technische Warnsignale auf.

Nach der kräftigen Rally bei Bitcoin und Ethereum lässt das Momentum laut Juffermans nach. Bitcoin hat bereits ein niedrigeres Hoch ausgebildet. Bei Ethereum zeigt sich inzwischen eine doppelte bearishe Divergenz im RSI, die auf dem Chart mit den blauen Pfeilen markiert ist.
Das bedeutet: Der Kurs bildet höhere Hochs, während der RSI niedrigere Hochs zeigt. Besonders auf dem Tageschart gilt das als ernst zu nehmendes Warnsignal.
Die wichtigste Unterstützung liegt Juffermans zufolge derzeit bei rund 1.850 US-Dollar. Dort befindet sich das jüngste Tief. Fällt ETH darunter, käme es auch hier zu einem sogenannten Break of Structure.
Bei Bitcoin ist dieses Muster inzwischen bereits zu erkennen. Deshalb rechnet er damit, dass Ethereum einem ähnlichen Szenario folgen könnte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert ETH bei rund 1.880 US-Dollar.
Auch der Bereich um 1.800 US-Dollar bleibt nach Einschätzung des Analysten wichtig. Findet Ethereum dort Unterstützung, bleibt das bullishe Szenario intakt. Setzt sich die breitere Korrektur am Kryptomarkt jedoch fort, schließt Juffermans weitere Verluste nicht aus.
Obwohl Juffermans kurzfristig vorsichtig bleibt, beurteilt er das langfristige Bild bei Ethereum weiterhin positiv. Dabei richtet er den Blick vor allem auf das Verhältnis von ETH zu BTC, das zeigt, wie viel Ethereum im Vergleich zu Bitcoin wert ist. Dieses Verhältnis ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen.

Juffermans zufolge ist Ethereum im vergangenen Monat gegenüber Bitcoin aus einem lang anhaltenden Abwärtstrend ausgebrochen. Seitdem entwickelt sich ETH besser als BTC. Er erwartet, dass dieser Trend langfristig Bestand hat.
Das bedeutet nicht, dass Ethereum an jedem Tag oder in jeder Woche besser abschneiden wird als Bitcoin. Juffermans geht jedoch davon aus, dass ETH gegenüber BTC einen neuen langfristigen Aufwärtstrend begonnen hat.
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