Das Strategy von Michael Saylor, das seit August 2020 über 640.000 Bitcoin gekauft hat, will seine Aktie in Euro an den Börsen in Europa notieren lassen. Mit dieser Börsennotierung hofft es, zusätzliches Kapital für neue Investitionen in Bitcoin einzuwerben.
Welche Aktie von Strategy kommt nach Europa?
Strategy gibt mehrere Aktienklassen aus. Diesmal geht es um Stream (STRE), eine Aktie, mit der eine jährliche Dividende von 10 Prozent ausgeschüttet wird. Bei einem Aktienwert von 100 Euro wären das rund 10 Euro Dividende.
Die Dividenden werden vierteljährlich ausgeschüttet. Die Aktie wird jedoch nur qualifizierten Anlegern in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich zur Verfügung stehen. Für Privatanleger kommt sie nicht auf den Markt.
Es wirkt, als würden sie bei Strategy langsam etwas verzweifelt versuchen, mehr Bitcoin zu kaufen. Das gelingt nicht mehr wirklich, und das spiegelt sich auch deutlich im Bitcoin-Kurs wider.
Der steht nämlich stark unter Druck und hat es in den vergangenen Monaten zunehmend schwer. Die Frage ist, ob das das Unternehmen „retten“ wird und die Möglichkeit eröffnet, wirklich signifikant mehr Bitcoin zu kaufen. Wahrscheinlich wird das nicht der Fall sein.
Warum tut sich Strategy so schwer?
Über lange Zeit war Strategy so gut wie der Einzige, der Bitcoin kaufte. Inzwischen sind jedoch sehr viele Unternehmen hinzugekommen, und rund 200 börsennotierte Firmen führen Bitcoin in der Bilanz.
Die Konkurrenz ist damit deutlich gewachsen, wodurch es für Anleger schwieriger wird, eine Wahl zu treffen. Während man früher im Grunde nur Strategy kaufen konnte, gibt es nun viele weitere Aktien für Glücksritter, die hoffen, damit die Rendite von Bitcoin zu übertreffen.
Gleichzeitig sind in den Vereinigten Staaten natürlich die ETFs hinzugekommen. Während einige Anleger zuvor nur über Strategy ein Bitcoin-Exposure aufbauen konnten, gibt es jetzt weit mehr Möglichkeiten.
Auch das erschwert es Strategy, weiteres Kapital einzuwerben. Das könnte dem Unternehmen in nächster Zeit noch einige Probleme bereiten. Und es bleibt abzuwarten, ob eine Börsennotierung in Europa wirklich einen Unterschied macht.
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