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Die niederländische Kryptobörse Bitvavo hat eine Umstrukturierung eingeleitet, in deren Zuge ein Teil der Belegschaft das Unternehmen verlässt. Nach Angaben des Amsterdamer Unternehmens soll Bitvavo damit „für die nächste Wachstumsphase gut aufgestellt bleiben“. Klar ist: Auf die Guthaben der Millionen Nutzer hat der Schritt keine Auswirkungen.

„Effizienter und schneller arbeiten“

Bitvavo bestätigte den Schritt am Nachmittag in einer Mitteilung auf der eigenen Website.

„Im Zuge des Prozesses haben wir alle Teams und Funktionen im Unternehmen sorgfältig geprüft. Unser Unternehmen hat sich verändert, der Markt ebenfalls. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Organisation an mehreren Stellen anzupassen, damit wir effizienter und schneller arbeiten können.“

Das Unternehmen betont, den Prozess sorgfältig und respektvoll zu gestalten, äußert sich jedoch nicht weiter zu Details. Zugleich stellt Bitvavo klar, dass sich für die Kunden nichts ändert. BNR berichtet unter Berufung auf Insider von einer Entlassungsrunde mit 94 Stellen.

„Wir sind überzeugt, dass eine schlankere Organisation in Verbindung mit einem klaren Fokus auf Innovation und Effizienz es uns ermöglicht, weiter am Bitvavo von morgen zu arbeiten.“

Bitvavo wurde 2018 in Amsterdam gegründet und gilt seit Jahren als weltweit größter Spotmarkt, auf dem direkt gegen Euro gehandelt wird. Mit einer MiCA-Lizenz der AFM darf die Börse in der gesamten Europäischen Union regulierte Dienstleistungen anbieten.

Die Handelsplattform ist vor allem für ihre einfache Bedienung bekannt. Bitcoin und andere Kryptowährungen lassen sich dort unkompliziert kaufen und verkaufen. Insgesamt sind mehr als 400 verschiedene Coins verfügbar. Seit Kurzem bietet Bitvavo zudem eine eigene Web3-Wallet an, über die Nutzer sogar Zugang zu mehr als 15.000 verschiedenen Coins erhalten.

MiCA schafft Sicherheit für Nutzer

Kunden müssen sich um ihre Guthaben keine Sorgen machen. Die Umstrukturierung betrifft weder die Plattform noch die Euro- und Kryptobestände der Nutzer.

Die Kundengelder sind in der Stichting Bitvavo Payments gebündelt, einer rechtlich eigenständigen Einheit. Damit gehören sie nicht zum Vermögen von Bitvavo selbst.

Diese Trennung ist keine freiwillige Entscheidung des Unternehmens, sondern eine Vorgabe. Seit Ende Juni 2025 verfügt Bitvavo über eine Lizenz nach MiCA, dem ersten europäischen Gesetz speziell für Kryptounternehmen.

MiCA verpflichtet lizenzierte Börsen, Kundengelder getrennt zu verwahren und ausreichend Eigenkapital vorzuhalten. Die AFM überwacht dies laufend.

Vor Kurzem hatte auch Coinbase, eine der größten Kryptobörsen der Welt, 14 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Das US-Unternehmen verwies dabei auf künstliche Intelligenz, die Arbeitsabläufe verändert.

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