Bitcoin (BTC) hat in dieser Woche eine beachtliche Erholung hingelegt, was sich auch deutlich im Marktsentiment widerspiegelt. Die Angst ist längst nicht verschwunden, aber die Anleger scheinen endlich wieder etwas entspannter auf ihren Stühlen zu sitzen.
Die Hoffnung kehrt an den Kryptomarkt zurück
Das zeigt sich deutlich im Fear & Greed Index, der sich langsam aus dem Tal herausarbeitet. Dieser bekannte Stimmungsindikator, der unter anderem auf Kursschwankungen, Handelsvolumen und Suchtrends basiert, vergibt einen Wert zwischen 0 und 100. Je niedriger der Stand, desto größer die Angst; je höher, desto ausgeprägter die Gier.
Der Index steht aktuell bei 25. Das signalisiert zwar weiterhin „extreme Angst“, ist aber ein deutlicher Sprung nach oben im Vergleich zur Vorwoche. Damals wurde mit 10 der niedrigste Wert seit Februar gemessen. Genau an diesem Tag fiel Bitcoin auf 80.600 US‑Dollar, den tiefsten Stand seit April. Inzwischen hat sich BTC um rund 14 Prozent erholt – und damit die stärkste Panik aus dem Markt gespült.
Immer mehr Anleger beginnen zu glauben, dass die 80.600 US‑Dollar das Tief gewesen sein könnten. Gleichzeitig sitzt der Zweifel noch tief: Viele fürchten, dass der Kurs jederzeit erneut einbrechen könnte – und halten daher ihr Geld zusammen.
Analyst PlanC bezeichnet 90.000 US‑Dollar als das „erste FOMO-Ziel“. Seiner Ansicht nach werden vor allem Investoren, die zuvor in Panik verkauft haben, nun allmählich nervös. „Sobald wir wieder über die 100.000 US‑Dollar ausbrechen, wird die FOMO so oder so voll durchstarten“, sagt er.
FOMO steht für „fear of missing out“, also die Angst, etwas zu verpassen. Viele gehen davon aus, dass der Bullenmarkt vorbei ist und der vierjährige Zyklus weiterhin gilt. Sollte sich das jedoch als falsch herausstellen, könnte eine massive Kapitalflut schnell wieder einsetzen. 100.000 US‑Dollar dürften dabei eine psychologisch wichtige Marke darstellen.
BTC muss dieses Level zurückerobern
Um wieder in die Nähe dieser Marke zu kommen, ist der Bereich zwischen 93.000 und 94.000 US‑Dollar nach Einschätzung des niederländischen Analysten Ted entscheidend. Dennoch geht auch er davon aus, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden und es sich lediglich um eine „relief rally“, also eine Erholungsrally, handelt.
Das Datenplattform Santiment erkennt in der aktuellen Diskrepanz zwischen Stimmung und Kursentwicklung hingegen etwas anderes. Die zunehmende Pessimismus-Welle in den sozialen Medien habe historisch gesehen häufig Böden markiert.
„Die stärksten Trendwenden entstehen, wenn der Retail-Bereich seine Hoffnung verliert“, schrieb Santiment. „Märkte bewegen sich häufig entgegen den Erwartungen der Masse.“
Jeff Booth wollte Bitcoin 15.000 Stunden lang zu Fall bringen – und scheiterte
Der Tech-Veteran und bekannte Investor verbrachte 15.000 Stunden damit, Bitcoin zu widerlegen. Es gelang ihm nicht. Das hat ihm die Suche gebracht.
Ist der Krypto-Winter bald vorbei? Die Historie spricht dafür
Bitcoin befindet sich historisch betrachtet in der Spätphase des Bärenmarkts. Die Daten zeigen, wann der Krypto-Winter enden könnte.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin mit bestem Tag seit drei Wochen – HYPE und Zcash legen 4 Prozent zu
Nach einer schwierigen Woche zeigt Bitcoin heute eine deutliche Erholung. Die aktuelle Lage am Kryptomarkt im Überblick.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
