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Ein Geschäftsmann aus Las Vegas ist wegen eines Krypto-Ponzi-Systems schuldig gesprochen worden, durch das Hunderte Anleger ihre Einlagen verloren. Sein Verkaufsversprechen: ein Supercomputer mit künstlicher Intelligenz (KI), der Monat für Monat automatisch Rendite erwirtschaften sollte.
Tatsächlich erwies sich die Maschine vor allem für etwas anderes als nützlich.
Die US-Staatsanwaltschaft in Nevada gab das Urteil am Montag bekannt. Brent Kovar, Gründer der Investmentfirma Profit Connect, sammelte mindestens 24 Millionen Dollar von mindestens 400 Anlegern ein. Im Schnitt entspricht das rund 60.000 Dollar pro Person.
Kovar stellte sein Unternehmen zwischen Ende 2017 und Juli 2021 als Geldmaschine dar. Der Supercomputer sollte 20 bis 30 Prozent Rendite pro Jahr erzielen, monatlich gutgeschrieben.
Dazu kam eine Geld-zurück-Garantie von 100 Prozent. Profit Connect soll über Krypto-Reserven in Höhe von Hunderten Millionen Dollar verfügt haben. Aufgetaucht sind sie nie.
Das klingt zu gut, um wahr zu sein. Und meistens ist es das auch.
Zu Kovar selbst und an frühere Anleger. Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) erklärte 2021, Millionen Dollar seien auf das Privatkonto seiner Mutter Joy Kovar geflossen.
Frische Einlagen dienten dazu, bestehende Kunden auszuzahlen – das klassische Muster eines Ponzi-Betrugs (Schneeballsystem). Kovar finanzierte damit außerdem Geschenke für Mitarbeiter und ein Haus für sich selbst.
Nach Angaben der SEC behaupteten Mutter und Sohn, das Unternehmen investiere auch in Devisen und Aktien, um die Einnahmen aus der wichtigsten Erlösquelle des Unternehmens, dem Blockchain-Mining, breiter aufzustellen.
Mining bezeichnet das Schürfen neuer Coins mithilfe von Rechenleistung. Anleger, die glaubten, von neuer Technologie zu profitieren, wurden bitter enttäuscht.
Christopher S. Delzotto, Leiter des FBI-Büros in Las Vegas, fand deutliche Worte.
„Die Opfer glaubten, an einem revolutionären technologischen Fortschritt teilzuhaben. Tatsächlich handelte es sich um eine Täuschung, aufgebaut auf den Lügen und dem Betrug von Herrn Kovar.“ Die Jury folgte dieser Einschätzung.
Die Jury fällte nach einem neuntägigen Prozess ihr Urteil in 15 Anklagepunkten. Elfmal ging es um Betrug über elektronische Kommunikation, zweimal um Postbetrug und zweimal um Geldwäsche.
In allen Punkten wurde Kovar schuldig gesprochen.
Als die SEC den Fall im Juli 2021 öffentlich machte, war noch von 12 Millionen Dollar und 277 Geschädigten die Rede. Das Strafverfahren brachte nahezu das Doppelte ans Licht.
Das Strafmaß wird am 30. November verkündet. Kovar drohen nach dem Gesetz bis zu 280 Jahre Haft, auch wenn US-Strafen in der Praxis fast immer deutlich niedriger ausfallen.
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