Florida belebt eine zuvor gescheiterte Diskussion neu. Der US-Bundesstaat möchte Kryptowährungen in die Finanzpolitik integrieren. Mit einem neuen Gesetzentwurf für 2026 wird die Debatte über digitale Reserven in der Region erneut angeheizt.
Florida plant Kryptoreserve außerhalb der Staatskasse
Der US-Bundesstaat Florida erwägt erneut die Einrichtung einer staatlichen Reserve in digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin (BTC). Der Gesetzentwurf House Bill 1039 ermächtigt den Chief Financial Officer (CFO) in Kryptowährungen zu investieren, abseits der regulären Staatskasse.
Der geplante Fonds, der als „Strategic Cryptocurrency Reserve Fund“ fungieren soll, würde strenger Aufsicht unterliegen. Der Entwurf sieht unabhängige Prüfungen und ein spezielles Beratungsgremium vor. Investitionen dürfen nur unter bestimmten Risikoregeln erfolgen und erfordern vollständige Transparenz und Kontrolle.
Florida ist durch den Gesetzentwurf nicht verpflichtet, Bitcoin zu kaufen, aber er gibt dem CFO die Möglichkeit dazu. BTC wird als digitales Gold angesehen und könnte bei der Absicherung gegen Inflation sowie der Diversifizierung von Staatsreserven helfen.
Eine frühere Version des Plans aus 2025 wurde zurückgezogen. Diese Fassung erlaubte, bis zu zehn Prozent bestimmter staatlicher Fonds in Bitcoin zu investieren. In der überarbeiteten Version gibt es keine festgelegte Mindesteinlage, was den Entscheidungsträgern mehr Flexibilität bietet.
Mehrere US-Bundesstaaten sind Florida bereits vorausgegangen. New Hampshire war der erste Bundesstaat, der gesetzlich erlaubte, dass die Staatskasse Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte halten darf. Auch Arizona und Texas haben inzwischen Gesetze für ein eigenes Bitcoin-Reservefonds verabschiedet.
Trump legte Grundstein für nationale Bitcoinreserve
Die Bewegung auf Staatsebene passt zum breiteren nationalen Kurs. Im März unterzeichnete Trump eine Anordnung für eine nationale Bitcoinreserve. Laut BitcoinTreasuries besitzen die Vereinigten Staaten derzeit 328.372 BTC. Neue Käufe werden nicht getätigt; der Bestand stammt aus Beschlagnahmungen.
Damit ist Amerika der größte bekannte staatliche Bitcoin-Besitzer. Dennoch gibt es Gerüchte über andere Länder: Venezuela soll seit 2018 möglicherweise bis zu 600.000 BTC durch Transaktionen mit Gold und Öl aufgebaut haben.
Falls dies zutrifft, würde Venezuela zu den größten Bitcoin-Inhabern weltweit gehören. Bislang gibt es jedoch keinen On-Chain-Beweis für diese angeblichen Reserven, und es bleibt bei Spekulationen.
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