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Robert Kiyosaki warnt erneut vor einem deutlichen Anstieg der Inflation in den USA. Der bekannte Autor von Rich Dad Poor Dad verweist auf eine Ausweitung des Rückkaufprogramms für Anleihen durch das US-Finanzministerium.

Aus seiner Sicht droht der Dollar dadurch weiter an Kaufkraft zu verlieren. Bitcoin (BTC), Gold und Silber könnten davon nach Einschätzung Kiyosakis dagegen profitieren.

Seine Warnung fällt scharf aus, hat aber einen wichtigen Haken. Die US-Regierung startet nämlich keine neue Runde der Geldschöpfung, wie Kiyosaki suggeriert.

Kiyosaki warnt vor Inflationsschub

Kiyosaki reagierte auf X auf Pläne des US-Finanzministeriums, sein Programm zum Rückkauf von Staatsanleihen auszuweiten. Er wertet die Maßnahme als neue Runde quantitativer Lockerung, also als Schaffung neuen Geldes.

Daran knüpft der US-Autor eine deutliche Warnung. Er erwartet, dass die Inflation dadurch kräftig steigen könnte. Zugleich verweist er auf den fallenden US-Dollar-Index (DXY). Der Index misst den Wert des US-Dollars gegenüber einem Korb wichtiger anderer Währungen.

„Das US-Finanzministerium kündigt eine neue Runde QE an, also das Drucken von ungedecktem Geld. Der DXY bricht ein. Das bedeutet: Die Inflation zieht stark an, und Sparer, die auf dieses Geld setzen, gehören zu den größten Verlierern. Seid nicht auf der Verliererseite“, schrieb Kiyosaki.

Der DXY ist im vergangenen Monat um rund 2,5 Prozent gefallen. Ein schwächerer Dollar kann importierte Waren verteuern und damit den Inflationsdruck erhöhen. Das heißt jedoch nicht automatisch, dass die Inflation tatsächlich stark steigen wird.

US-Dollar-Index (DXY) fällt binnen eines Monats um rund 2,5 Prozent, während Robert Kiyosaki vor steigender Inflation und einem schwächeren Dollar warnt.
US-Dollar-Index (DXY) fällt binnen eines Monats um rund 2,5 Prozent (Quelle: TradingView)

Kiyosaki sieht vor allem Menschen mit hohen Bargeldbeständen als gefährdet an. Er setzt deshalb weiterhin auf Gold, Silber, Bitcoin und bestimmte Formen von Immobilien. Solche Vermögenswerte können seiner Ansicht nach besser bestehen, wenn die Kaufkraft des Dollars sinkt.

US-Regierung verdoppelt Volumen bei Anleiherückkäufen

Anlass seiner Warnung ist eine Änderung im Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums. Ab dem 9. September wird das maximale Volumen bestimmter Transaktionen mit lang laufenden Staatsanleihen von 2 Milliarden Dollar auf mindestens 4 Milliarden Dollar je Operation angehoben.

Diese Erhöhung soll den angekündigten Plänen zufolge mindestens bis einschließlich 4. November gelten. Das Ministerium will damit die Liquidität am Markt für länger laufende US-Staatsanleihen verbessern.

Das ist relevant, weil US-Staatsanleihen eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem spielen. Ein liquider Markt erleichtert es Anlegern, große Mengen an Schuldtiteln zu kaufen und zu verkaufen, ohne extreme Preisausschläge auszulösen.

Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied zu der quantitativen Lockerung, von der Kiyosaki spricht. Bei einer klassischen quantitativen Lockerung kauft die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in großem Umfang Anleihen und andere Finanzwerte. Dadurch wird zusätzliche Liquidität in das Finanzsystem geleitet.

Die aktuellen Rückkaufoperationen werden dagegen vom Finanzministerium im Rahmen des Managements der US-Staatsschuld durchgeführt. Die Ausweitung bedeutet für sich genommen also nicht, dass die Fed ein neues Konjunkturprogramm gestartet hat oder automatisch neues Geld geschaffen wird.

Bitcoin bleibt für Kiyosaki Schutz vor einem schwachen Dollar

An Kiyosakis Grundüberzeugung ändert diese Einordnung wenig. Der Autor warnt seit Jahren, dass Ersparnisse in Dollar langfristig an Wert verlieren. Finanzielle Bildung und der Besitz knapper Vermögenswerte seien aus seiner Sicht wichtig, um Vermögen zu schützen.

„Gut informierte Anleger, die in Vermögenswerte mit Wertzuwachs investieren, etwa Gold, Silber, Bitcoin und bestimmte Immobilien, werden reicher. Wer finanziell schlecht vorbereitet ist und in Scheinwerte investiert, verliert Wohlstand“, so Kiyosaki.

Damit wiederholt er eine Botschaft, die in seinen Prognosen regelmäßig auftaucht. Kiyosaki betrachtet Bitcoin, Gold und Silber als Alternativen zu traditionellen Währungen, wenn Staaten hohe Schulden machen und die Kaufkraft von Geld unter Druck gerät.

Für Bitcoin-Anleger ist vor allem die Entwicklung des Dollars interessant. Ein schwächerer Dollar kann knappen Vermögenswerten zugutekommen, die in Dollar bewertet werden. Das bedeutet aber nicht, dass der Bitcoin-Kurs automatisch steigt, wenn der DXY fällt. Auch Zinserwartungen, Wirtschaftswachstum und die Stimmung an den Finanzmärkten spielen eine wichtige Rolle.

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