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Die Wahrscheinlichkeit, dass der Krypto-Winter vorbei ist, schien zuletzt immer größer zu werden. Nun gibt es eine erste Bestätigung: Der Bitcoin (BTC)-Kurs notiert erstmals seit November vergangenen Jahres wieder über dem 50-Wochen-Durchschnitt.
Diese Rückeroberung gelang in einer Woche, in der sich Bitcoin mit einem deutlichen Kursanstieg zurückmeldete. Frühere Zyklen liefern dafür durchaus ermutigende Hinweise. Die wichtigste Bestätigung für eine Trendwende steht jedoch noch aus.
Bitcoin beendete die Woche bei 81.178 Dollar. Das war zugleich der höchste Wochenschluss seit Anfang Mai. Mit einem Plus von 5,64 Prozent zählte sie zu den stärkeren Wochen dieses Jahres. Entscheidend ist jedoch, dass der Kurs nach 45 Wochen wieder über den 50-Wochen-Durchschnitt gestiegen ist.

Diese Linie, die in der vergangenen Woche bei rund 78.800 Dollar lag, gilt als wichtige Trennmarke zwischen Bullen- und Bärenmärkten. Sie dient als Gradmesser für den langfristigen Trend. In einer intakten Aufwärtsbewegung bleibt der Kurs darüber. In längeren Abwärtsphasen scheitern Erholungsversuche dagegen immer wieder an dieser Marke.
In den vergangenen Wochen lag Bitcoin bereits mehrfach über diesem Durchschnitt. Bis zum Sonntagabend konnte der Kurs dieses Niveau jedoch jeweils nicht halten.
Diesmal gelang es. Allein mit Blick auf frühere Marktphasen ist das ein positives Signal. Seit 2011 ist Bitcoin dreizehn Mal über diesen Durchschnitt gestiegen, in elf Fällen war der Tiefpunkt zu diesem Zeitpunkt bereits erreicht.
2012 gab es ein Fehlsignal, Ende 2021 geschah dies noch einmal. Der große Unterschied zu heute: Der Bitcoin-Kurs verharrte deutlich länger unter dem 50-Wochen-Durchschnitt.
Auch eine gelungene Rückeroberung führt nicht zwangsläufig in einer geraden Linie nach oben. Nach dem Ausbruch im Jahr 2019 fiel Bitcoin während des Corona-Crashs 2020 erneut deutlich unter diese Linie. Dabei handelte es sich allerdings um ein sogenanntes Black-Swan-Ereignis, also einen seltenen und kaum vorhersehbaren externen Schock.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Bedeutung frühere Rückeroberungen des 50-Wochen-Durchschnitts für den Bitcoin-Kurs hatten:
Der Durchschnitt fällt bereits seit November und liegt in dieser Woche bei rund 78.150 Dollar. Entscheidend ist nun, dass Bitcoin dieses Niveau behauptet.
Die endgültige Bestätigung einer Trendwende ist ebenfalls in Reichweite. Dafür müsste Bitcoin die Marke von 83.000 Dollar durchbrechen. Das wäre das erste höhere Hoch seit dem Gipfel des Bullenmarkts.
Diese Zone hat sich als starker Widerstand erwiesen. Zugleich schwächt sich das Momentum hinter der Aufwärtsbewegung seit einiger Zeit ab, während der Kurs dennoch neue Hochs erreicht hat. Dieses Muster wird als bearishe Divergenz bezeichnet und könnte darauf hindeuten, dass zunächst noch ein Rücksetzer bevorsteht.
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