Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Der Chipindex SOX startete am Montag noch im Plus, schloss am Dienstag aber fast 5 Prozent tiefer. Das schürt erneut die Sorge um den KI-Bullenmarkt.

Als Hauptgrund gelten vor allem die steigenden langfristigen Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Das ist nachvollziehbar: Steigen die Zinsen, müssen Aktien und KI-Investitionen eine immer höhere Hürde nehmen, um attraktiv zu bleiben. Dennoch sehe ich bislang keinen überzeugenden Beleg dafür, dass die KI-Blase jetzt platzt.

Die Zahlen stützen die KI-Story weiterhin

An Tagen mit deutlichen Kursverlusten sind emotionale Schlussfolgerungen über platzende Blasen schnell zur Hand. Doch anhand der Daten lässt sich diese These bislang nur schwer belegen.

  1. Erstens steckt in der Technologie weiterhin enormes Potenzial. Solange Anleger, Unternehmen und Regierungen auf eine durch künstliche Intelligenz ausgelöste Produktivitätsrevolution setzen können, bleibt die Investitionsbereitschaft hoch.
  2. Zweitens fielen die Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 stark aus. Die Erwartungen waren bereits hoch, wurden in vielen Punkten aber dennoch übertroffen. Zudem steigen die Gewinnprognosen für die kommenden Quartale und Jahre weiter.
  3. Drittens ist der Technologiesektor im S&P 500 historisch betrachtet nicht extrem teuer. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für die kommenden zwölf Monate liegt bei rund 20 und damit unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 23.

Gefühlt mag KI wie eine Blase wirken, weil die Kurse stark gestiegen sind. Auf Basis dieser Zahlen lässt sich jedoch noch nicht überzeugend behaupten, dass der Markt kurz vor dem Bruch steht.

Zinsen bleiben ein Risiko, aber noch kein Kipppunkt

Natürlich sind die steigenden langfristigen Zinsen ein Risiko. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen liegt nahe dem höchsten Stand seit fast 20 Jahren. Das erhöht die Kapitalkosten und belastet die Bewertungen, vor allem bei Wachstumswerten.

Aus meiner Sicht reicht das allein aber noch nicht aus, um den KI-Bullenmarkt zu beenden. Dafür müsste mehr zusammenkommen: enttäuschende Quartalszahlen, nachlassendes Umsatzwachstum oder Daten, die grundsätzliche Zweifel am kurzfristigen Nutzen von KI aufwerfen. Bislang ist davon wenig zu sehen.

Auch der Kreditmarkt signalisiert noch keinen größeren Stress. Die Credit Spreads bleiben extrem niedrig. Risikoreichere Unternehmen müssen gegenüber der US-Regierung also weiterhin nur einen begrenzten Zinsaufschlag zahlen.

Credit Spreads liegen weiter auf historisch niedrigem Niveau.
Credit Spreads liegen weiter auf historisch niedrigem Niveau. Quelle: TradingView

Hätten Anleger tatsächlich Angst vor wirtschaftlichen Schäden oder Zahlungsausfällen, würden diese Spreads deutlich steigen. Das ist derzeit nicht der Fall.

Technisch muss der SOX Unterstützung finden

Der Druck scheint also vor allem von höheren langfristigen Zinsen und den damit verbundenen Sorgen auszugehen. Entscheidend ist nun, ob die Chipindizes an den richtigen Marken Unterstützung finden. Für den SOX wäre idealerweise ein höheres Tief im Bereich des exponentiellen 100-Tage-Durchschnitts wichtig, also bei etwa 11.438 Punkten.

Chipindex sucht Halt: Entsteht jetzt ein höheres Tief?
Chipindex sucht Halt: Entsteht jetzt ein höheres Tief? Quelle: TradingView

Stoppt der Rückgang dort, würde der Index gegenüber dem Einbruch im Juli ein höheres Tief ausbilden. Anschließend müsste ein neuer Anstieg das August-Hoch überwinden. Höhere Tiefs und höhere Hochs: Genau dieses Muster braucht der KI-Bullenmarkt, um glaubwürdig intakt zu bleiben.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

TikTok-App-Symbol auf dem Display eines Smartphones in Nahaufnahme

TikTok plant Zahlungsdienst: Geld per Privatnachricht senden

TikTok-App-Symbol auf dem Display eines Smartphones in Nahaufnahme
US-Finanzministerium
Modernas Krebsimpfstoff
Mehr Börse news

Meist gelesen

Chipmaschine
XRP, Ripple
leopold