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Die weltweiten Aktienmärkte kamen am Montag kaum vom Fleck, weil Anleger in großem Stil Halbleiterwerte verkauften.
Wachsende Zweifel an den milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) setzten Unternehmen wie Nvidia und ASML unter Druck. Ein fallender Ölpreis verhinderte jedoch, dass die Verluste an den Börsen noch größer ausfielen.
Die Verkaufswelle im Halbleitersektor kam zu einem heiklen Zeitpunkt. Im Laufe der Woche legen mehrere große Technologiekonzerne ihre Zahlen vor, darunter Microsoft und Meta. Anleger wollen vor allem wissen, ob sich die hunderten Milliarden Dollar, die in KI fließen, am Ende in höherem Umsatz und Gewinn niederschlagen.
Der Philadelphia Semiconductor Index verlor 3,5 Prozent. Zwar schlossen viele Aktien im S&P 500 im Plus, der wichtigste US-Index blieb wegen der starken Verluste bei Halbleiterwerten jedoch nahezu unverändert.
Nvidia zählte zu den größten Verlierern. Die Kosten für die Absicherung der Unternehmensschulden gegen einen Zahlungsausfall stiegen, nachdem Nvidia in eine Reihe von KI-Deals mit einem Gesamtvolumen von mehr als 750 Milliarden Dollar eingebunden war.
Dazu zählen sowohl große Lieferverträge als auch Finanzierungsvereinbarungen für KI-Projekte. Anleger fragen sich deshalb zunehmend, ob die milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz am Ende ausreichend Rendite bringen.
Auch ASML musste deutliche Verluste hinnehmen. Laut Bloomberg produziert ein vom chinesischen Staat unterstütztes Unternehmen inzwischen bestimmte Chipmaschinen, die mit einem Teil des Angebots des niederländischen Anlagenbauers konkurrieren können.
Zwar geht es nicht um die hochmodernen EUV-Maschinen, bei denen ASML weltweit Marktführer ist. Die Kursreaktion zeigt jedoch, wie sensibel Anleger auf Berichte über zunehmende Konkurrenz aus China reagieren.
Die Nervosität kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Halbleitersektor ohnehin besonders genau beobachtet wird. Anleger blicken nicht nur auf die Geschäftszahlen großer Technologiekonzerne, sondern auch auf die Frage, ob die milliardenschweren KI-Investitionen am Ende ausreichend Rendite abwerfen.

Den schwachen Vorgaben aus dem Halbleitersektor stand ein fallender Ölpreis gegenüber. Brent-Öl rutschte unter 90 Dollar je Barrel, nachdem die Vereinigten Staaten den dritten Tag in Folge auf neue Angriffe gegen Iran verzichtet hatten.
Präsident Donald Trump erklärte, Washington und Teheran führten diplomatische Gespräche über ein Ende des Konflikts. Zugleich warnte er, militärische Maßnahmen könnten wieder aufgenommen werden, falls die Verhandlungen scheitern. Parallel versuchen Iran und Oman Insidern zufolge, eine Einigung zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu erzielen.
Der niedrigere Ölpreis dämpft die Sorgen vor steigender Inflation, wodurch auch die Renditen von Staatsanleihen zurückgingen. Anleger richten ihren Blick nun auf den Zinsentscheid der Federal Reserve und die Quartalszahlen der größten Technologiekonzerne, die im Laufe der Woche mehr Klarheit über die Aussichten der weltweiten Aktienmärkte liefern sollen.
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