Die französische Politikerin und EU-Abgeordnete Sarah Knafo hat zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve für die Europäische Union aufgerufen. Während einer Rede im Europäischen Parlament sprach sich Knafo gegen die Einführung des digitalen Euro (CBDC) aus und warnte vor den Risiken einer übermäßigen Kontrolle durch die Europäische Zentralbank (EZB).
Knafo erklärte, dass der digitale Euro, der von der EZB entwickelt wird, zu „totalitären Versuchungen“ führen könne, bei denen europäische Bürokraten Transaktionen mit nur einem Knopfdruck verbieten oder Individuen vom Finanzsystem ausschließen könnten. Ihrer Ansicht nach sollte Europa stattdessen die „Freiheit“ von Bitcoin begrüßen.
Knafo: „Europa fokussiert sich zu sehr auf Regulierung“
In ihrer Rede verwies Knafo auf die pro-Bitcoin-Haltung anderer Länder wie El Salvador, das Bitcoin 2021 als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Sie erwähnte auch die Vereinigten Staaten, wo der designierte Präsident Donald Trump und Fed-Vorsitzender Jerome Powell positivere Töne anschlagen. Powell bezeichnete Bitcoin kürzlich sogar als „digitales Gold“.
„Europa muss das Paradigma ändern“, betonte Knafo. „Wir müssen uns gegen Inflation und die schlechten wirtschaftlichen Entscheidungen unserer Staaten schützen. Es ist an der Zeit, auf Freiheit zu setzen und Bitcoin als unseren Trumpf zu sehen.“
Entscheidung zum digitalen Euro auf 2025 verschoben
Die Europäische Zentralbank untersucht seit mehr als vier Jahren die Möglichkeiten eines digitalen Euro, doch eine endgültige Entscheidung wird erst im Oktober 2025 erwartet. Trotz Bedenken hinsichtlich Privatsphäre und des Wettbewerbs mit privaten Zahlungsdiensten unternimmt die EZB weiterhin Schritte zur Vorbereitung der Einführung.
Knafo warnt, dass die Festhaltung am digitalen Euro den europäischen Bürgern keine Freiheit bringe, sondern vielmehr das Risiko einer stärkeren Kontrolle berge. Sie rief daher dazu auf, die übermäßige Regulierung zu beenden und stattdessen Bitcoin als „strategischen Reservewert“ zu nutzen, um wirtschaftliche Stabilität und Innovation zu fördern.
„Kein digitaler Euro, sondern eine Bitcoin-Reserve“, schloss Knafo ihr Plädoyer ab.
Japan lockert Stablecoin-Regeln ab 2027
Japan will die Steuervorschriften für bestimmte Stablecoins lockern und administrative Auflagen abbauen. Zugleich treibt das Land ab 2027 eine umfassendere Reform seiner Kryptoregulierung voran.
Irland fördert Geldanlage steuerlich – Krypto bleibt außen vor
Irland führt ein steuerbegünstigtes Anlagekonto für Aktien und Fonds ein. Krypto bleibt trotz wachsender Verbreitung in der Bevölkerung vollständig ausgeschlossen.
Russlands Sberbank rechnet 2029 mit 87 Milliarden Dollar Kryptohandel
Ein neues russisches Kryptogesetz könnte den regulierten Handel deutlich ausweiten. Sberbank will Kunden ab September Wallets, Verwahrung, Anlageprodukte und Kryptokredite anbieten.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
