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Die japanische Aufsichtsbehörde FSA setzt konsequent auf digitale Innovation. Gemeinsam mit den drei größten Banken des Landes prüft die Behörde, ob Stablecoins sicher und rechtlich als digitales Zahlungsmittel einsetzbar sind. Zugleich arbeitet Japan an einer möglichen Gesetzesänderung, die es Banken künftig erlauben würde, Bitcoin (BTC) zu halten.
Die japanische Financial Services Agency (FSA) unterstützt offiziell ein neues Stablecoin-Pilotprojekt, das von Mizuho Bank, MUFG und SMBC durchgeführt wird. Die drei Großbanken testen gemeinsam, ob Stablecoins im Rahmen der japanischen Gesetzgebung als gesetzliches Zahlungsmittel genutzt werden können.
Die Initiative ist Teil des Payment Innovation Project (PIP), das zur FinTech Proof-of-Concept Hub der FSA gehört. Innerhalb dieses Programms erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Blockchain-Anwendungen für den Zahlungsverkehr zu testen – mit Blick auf rechtliche Machbarkeit, Verbraucherschutz und praktische Umsetzbarkeit.
Ebenfalls beteiligt sind Mitsubishi Corporation, Mitsubishi UFJ Trust and Banking Corporation sowie Technologiepartner Progmat Inc. Der Pilot ist in diesem Monat gestartet, und die Ergebnisse werden später auf der offiziellen Website der FSA veröffentlicht.
Neben dem Stablecoin-Projekt prüft die FSA auch Möglichkeiten, wie Banken direkt bei Bitcoin einsteigen können. So wird untersucht, ob Banken in Japan BTC in ihren Bilanzen halten und sogar eigene Krypto-Börsen betreiben dürfen.
Diese Pläne werden im Financial System Council, einem Beratungsgremium der japanischen Regierung, diskutiert. Eine Gesetzesänderung könnte 2026 in Kraft treten – vorausgesetzt, die Banken erfüllen strenge Anforderungen an Kapitalpuffer und Risikomanagement.
Auffällig ist das Timing dieser Initiativen. Laut Ökonom Robin Brooks droht Japan wegen explodierender Staatsschulden und steigender Zinsen in eine tiefe Finanzkrise zu geraten. Der japanische Yen steht unter Druck, die Inflation zieht an.
Diese Unsicherheit treibt das Interesse an Bitcoin als Alternative zu traditionellen sicheren Häfen. Das börsennotierte Unternehmen Metaplanet reagiert darauf mit umfangreichen BTC-Käufen. Mit einem Bestand von 30.823 BTC ist es inzwischen der viertgrößte öffentliche Bitcoin-Halter weltweit – mit einem geschätzten Wert von 3,1 Milliarden US-Dollar.
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