Krypto hat inzwischen seinen Platz an der Börse gefunden. Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) haben die Herzen von Wall Street erobert und nun öffnet auch Japan die Tür zu Krypto-ETFs.
Die japanische Finanzaufsichtsbehörde plant, ab 2028 Kryptowährungen als Basiswert für börsengehandelte Fonds zuzulassen. Damit würde das Land erstmals regulierte Kryptofonds an der Tokioter Börse einführen.
Große Banken stehen bereit
Laut einem Bericht von Nikkei Asia arbeitet die japanische Financial Services Agency (FSA) an einer Gesetzesänderung, die Krypto als zugelassenen Basiswert für ETFs einführen soll.
Zugleich möchte die Aufsichtsbehörde strengere Regeln einführen, um Investoren besser zu schützen. Der Plan ist noch in Vorbereitung, aber die Richtung ist klar: Krypto soll bald zum regulären Anlageuniversum gehören.
Sobald Japan grünes Licht gibt, stehen die ersten Anbieter bereit. Nomura Holdings und SBI Holdings, zwei der größten Finanzinstitute des Landes, werden als Parteien genannt, die die ersten Krypto-ETFs auflegen wollen. Die Fonds würden an der Tokyo Stock Exchange notiert.
Ein Krypto-ETF ist ein Fonds, der den Preis einer Kryptowährung abbildet. Investoren können so über ihren gewöhnlichen Broker in Krypto investieren, ohne selbst Wallets zu verwalten oder Coins zu speichern.
Für institutionelle Anleger ist dies oft eine Voraussetzung, da sie nur über regulierte Börsenprodukte investieren dürfen.
Erfolg in den USA als Vorbild
Japan blickt auf die Vereinigten Staaten, wo Krypto-ETFs ein durchschlagender Erfolg sind. Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs, die im Januar 2024 eingeführt wurden, verwalten inzwischen rund 115,8 Milliarden Dollar. Das entspricht etwa 6,5 Prozent aller existierenden Bitcoins. Das Bitcoin-Fonds von BlackRock gilt sogar als die beste ETF-Einführung aller Zeiten.
Dank dieser Fonds stiegen auch große Institutionen ein, wie Pensionskassen, Family Offices und Universitäten. Selbst die Harvard University ist inzwischen über ETFs in Bitcoin investiert.
Im Sommer 2024 bekam auch Ethereum seine eigenen Fonds und seit einigen Monaten sind zahlreiche Altcoins an der Börse. Unter anderem Ripple (XRP), Solana (SOL), Dogecoin (DOGE) und Chainlink (LINK) sind jetzt auf Wall Street vertreten.
Asien auf dem Vormarsch
Japan ist nicht das einzige asiatische Finanzzentrum, das sich in Richtung Krypto-ETFs bewegt. Hongkong hat bereits 2024 eigene Fonds für Bitcoin, Ethereum und Solana eingeführt. Investoren können dort sogar ETF-Anteile direkt gegen die zugrunde liegende Krypto tauschen.
Auch Südkorea arbeitet an einer Regulierung. Mit dem sogenannten Digital Asset Basic Act will das Land die Grundlage für eigene Spot-Krypto-ETFs schaffen. Das endgültige Gesetz wird in den ersten Monaten dieses Jahres erwartet.
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