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Der iranische Rial ist am Montag auf ein neues Tief gefallen, während sich die Vereinigten Staaten auf eine neue Sanktionsrunde gegen Iran vorbereiten. Am informellen Devisenmarkt kostet ein US-Dollar inzwischen rund 2,02 Millionen Rial. Der offizielle Kurs der iranischen Zentralbank liegt bei etwa 1,5 Millionen Rial je Dollar.
Die Währung stand wegen hoher Inflation und schwachen Wirtschaftswachstums schon seit Langem unter Druck. Knapp sechs Monate Krieg haben die Lage zusätzlich verschärft. Zugleich erhöht Washington den wirtschaftlichen Druck weiter.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte bereits angekündigt, dass heute neue Sanktionen vorgestellt werden sollen. Dazu zählen auch sogenannte sekundäre Sanktionen. Sie treffen nicht nur Iran selbst, sondern auch ausländische Unternehmen, Banken und Staaten, die weiterhin Geschäfte mit Teheran machen.
Bessent hatte die neue Kampagne zuvor als „wirtschaftlichen D-Day“ bezeichnet und erklärt, Washington wolle Iran von zentralen Finanzierungsquellen abschneiden. Im Mittelpunkt stehen vor allem der Ölhandel und internationale Geldströme.
Damit könnte sich der Druck auch auf Länder ausweiten, die weiterhin in großem Umfang mit Iran handeln. China ist dabei mit Abstand der wichtigste Handelspartner. Auch die Türkei und Pakistan unterhalten weiter wirtschaftliche Beziehungen zu Teheran.
Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten vergangene Woche dagegen an, den gesamten Handel mit Iran auszusetzen. Das ist bedeutsam, weil Dubai über Jahre ein wichtiger Finanz- und Logistikknotenpunkt für iranische Unternehmen war.
Für die iranische Bevölkerung bedeutet der Absturz des Rial vor allem, dass importierte Waren teurer werden. Da ein großer Teil des internationalen Handels letztlich in Dollar abgerechnet wird, erhöht eine schwächere Währung den Inflationsdruck zusätzlich.
Iran verfügt allerdings weiterhin über ein wichtiges wirtschaftliches Druckmittel: die Straße von Hormus. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls durch diese Schifffahrtsroute. Die Schifffahrt ist durch iranische Angriffe und Drohungen stark beeinträchtigt.
Teheran reagiert unterdessen scharf auf die neuen US-Pläne. Mohsen Rezaei vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat Irans warnte, die Unterstützung anderer Staaten für die neuen US-Maßnahmen könne als „kriegerischer Akt“ gewertet werden.
Der Verfall des Rial zeigt damit, dass der Wirtschaftskrieg Iran bereits hart trifft. Die zentrale Frage ist, ob noch härtere Sanktionen Teheran tatsächlich zu Zugeständnissen zwingen können – oder vor allem den Druck auf die iranische Bevölkerung weiter erhöhen.
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