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Während Aktienkurse, Bitcoin (BTC) und Gold nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums kräftig zulegen, bleibt die Nachrichtenlage im Nahen Osten äußerst angespannt.
Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch eine neue Phase der amerikanischen Druckkampagne gegen Iran an. Die Vereinigten Staaten würden nun auf einen Wirtschaftskrieg setzen, sagte er. Es gehe um wirtschaftliche Abschottung und Isolation in einem Ausmaß, das es nach seinen Worten bislang nicht gegeben habe.
Damit verlagert sich der Konflikt erneut. Neben militärischem Druck will Washington Iran nun auch finanziell weiter einschnüren. Trump droht zudem nicht nur Iran selbst mit Konsequenzen, sondern auch Staaten, Unternehmen, Banken, Flughäfen und Vermittlern, die Teheran bei der Umgehung von Sanktionen unterstützen.
Nach Angaben Trumps sollen unter anderem Ölschmuggel, Devisenkanäle, Bargeldströme, Wechselstuben, Schiffsregister und Briefkastenfirmen ins Visier der neuen Maßnahmen geraten.
Jede Partei, die Iran finanziell oder logistisch stützt, muss selbst mit schweren wirtschaftlichen Folgen rechnen. Für den Ölmarkt macht das die Lage heikler.
Entscheidend ist nun, wie Iran reagiert. Eskaliert das Regime militärisch oder erhöht es den Druck auf die Schifffahrt weiter, könnte der Ölpreis erneut deutlich steigen.

Auch mit Blick auf eine schnelle und dauerhafte Wiederöffnung der Straße von Hormus wird der Markt vorsichtiger.
Trump erklärt zwar, die entscheidende Schifffahrtsroute sei offen. Aus Iran kommen jedoch weiter andere Signale. Zugleich zeigen Schifffahrtsdaten, dass die Zahl der Durchfahrten deutlich unter dem üblichen Niveau liegt.

Nach Angaben von Lloyd’s List Intelligence gab es in der Woche bis zum 16. August lediglich 73 Passagen durch die Straße von Hormus, nach 91 in der Vorwoche. Das ist relevant, weil Hormus zu den wichtigsten Engstellen des weltweiten Ölhandels zählt.
Solange Reedereien die Route meiden, bleibt die Unsicherheit bei Energiepreisen und Inflation hoch.
Die zentrale Frage ist, wie China reagiert. McNally zufolge laufen Irans wichtigste Finanz-, Logistik- und Handelsverbindungen über Peking. Wenn Washington tatsächlich Staaten und Institutionen ins Visier nehmen will, die Iran helfen, könnte der Druck daher schnell auch China treffen.
Das macht den Konflikt geopolitisch noch sensibler. China hat bereits gezeigt, dass es zu Gegenmaßnahmen bereit ist, wenn es wirtschaftlich unter Druck gerät.
Die VAE brechen nach einem Raketenangriff ihre Wirtschaftsbeziehungen zum Iran ab. Die Spannungen nehmen zu, Brent-Öl steigt auf 92 Dollar.
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