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Hyperliquid Labs führt fortgeschrittene Gespräche mit Payward, der Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, über einen Markteintritt in den USA.

Durch die Zusammenarbeit könnten US-Anleger erstmals Zugang zu bestimmten Perpetual Futures auf Coins erhalten, die auf der Technologie von Hyperliquid basieren.

Die Gespräche folgen wenige Wochen, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, seine Regierung arbeite an Möglichkeiten, die schnell wachsende Handelsplattform in die Vereinigten Staaten zu holen. Eine endgültige Vereinbarung gibt es bislang nicht. Zudem muss die US-Derivateaufsicht CFTC dem Modell zustimmen.

Kraken-Mutter Payward legt Aufsichtsbehörde Plan vor

Payward hat Insidern zufolge inzwischen einen Vorschlag bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingereicht. Darin wird beschrieben, wie US-Händler über Bitnomial Zugang zu einem Teil der Krypto-Futures von Hyperliquid erhalten könnten.

Bitnomial gehört zu Payward und verfügt in den Vereinigten Staaten über die erforderliche Registrierung für den Handel und die Abwicklung digitaler Derivate. Damit könnte das Unternehmen als regulierter Zugangskanal dienen.

Für Hyperliquid wäre das ein wichtiger Schritt. Das in Singapur ansässige Unternehmen ist derzeit für US-Kunden nicht zugänglich, während die Handelsplattform täglich ein Handelsvolumen von mehr als 4 Milliarden US-Dollar verarbeitet.

Über das finanzielle Volumen einer möglichen Vereinbarung ist nichts bekannt.

US-Regeln bleiben die größte Hürde

Das Modell über Bitnomial soll ein zentrales Problem lösen, das Hyperliquid bislang vom US-Markt fernhält.

Hyperliquid arbeitet ohne klassischen zentralen Betreiber. Jeder mit Zugang zum Netzwerk kann dort direkt handeln. Diese offene Struktur ist ein wesentlicher Bestandteil der Plattform, zugleich aber ein Problem für US-Aufseher.

Die Behörden befürchten, dass solche Handelsplattformen unter anderem bei Marktmanipulation, Geldwäsche und Sanktionsumgehungen schwerer zu kontrollieren sind.

Wenn US-Kunden über das regulierte Bitnomial handeln, könnte Hyperliquid möglicherweise Zugang zu den Vereinigten Staaten erhalten, ohne die gesamte Plattform dort direkt verfügbar zu machen.

Vereinbarung könnte Signalwirkung für andere Kryptoplattformen haben

Eine Genehmigung könnte auch Folgen für andere Kryptoplattformen haben, die derzeit nicht in den Vereinigten Staaten aktiv sein dürfen. Das Modell könnte zeigen, wie ausländische oder dezentralisierte Handelsplattformen über einen regulierten US-Anbieter dennoch Zugang zum Markt erhalten können.

Die CFTC wollte sich nicht konkret zu den Gesprächen mit Hyperliquid und Payward äußern. Die Aufsichtsbehörde teilte jedoch mit, verhindern zu wollen, dass die Vereinigten Staaten bei technologischen Entwicklungen an den Finanzmärkten zurückfallen.

Nach Einschätzung der CFTC droht das Land seine Stellung als globales Zentrum für Finanzinnovation zu verlieren, wenn es sich nicht schnell genug auf neue Handelsformen und Technologien einstellt.

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