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Die Huthi rücken entlang der Westküste Jemens weiter vor und gewinnen damit zunehmend Einfluss auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Die vom Iran unterstützte Bewegung hat rund um die wichtige Hafenstadt Mokha Geländegewinne erzielt. Einige Analysten gehen inzwischen sogar davon aus, dass die Stadt bereits in der Hand der Huthi ist.

Der Vormarsch verstärkt die Sorgen um die internationale Schifffahrt und den Ölmarkt. Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine zentrale Route für Öltanker und andere Frachtschiffe. Die zunehmenden Spannungen tragen auch zum steigenden Ölpreis bei.

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Huthi gewinnen mehr Kontrolle über wichtige Seeroute

Die Huthi kontrollieren bereits große Teile der jemenitischen Küste, darunter die wichtige Hafenstadt Hodeida. Sollten sie auch Mokha vollständig einnehmen, hätten sie die Kontrolle über einen zweiten strategischen Hafen am Roten Meer.

Mokha liegt nahe dem südlichen Ende des Roten Meeres und damit unweit der Meerenge Bab al-Mandab. Ein weiterer Vorstoß nach Süden könnte die Huthi näher an den engsten und strategisch wichtigsten Abschnitt dieser bedeutenden Seeroute bringen.

Nach Einschätzung des Schifffahrtssicherheitsberaters Bjorn Beirens könnte das unmittelbare Folgen für die Sicherheit von Schiffen in der Region haben. Von Mokha aus könnten die Huthi weiter nach Süden vorrücken und schließlich versuchen, nahezu die gesamte Meerenge zu kontrollieren.

Die Huthi haben den Schiffsverkehr im Roten Meer in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gestört. Mehr Kontrolle über die Küste könnte ihren Einfluss auf diese wichtige Handelsroute weiter erhöhen.

Saudi-Arabien bittet Trump um Militärschläge

Der Konflikt bleibt nicht auf Jemen beschränkt. Die Huthi greifen auch Saudi-Arabien an und setzen dabei Raketen und Drohnen gegen Städte im Südwesten des Landes ein. Dabei wurden unter anderem Energieanlagen beschädigt.

Die Lage ist inzwischen so angespannt, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman am Donnerstag zweimal mit Donald Trump telefonierte. Nach Angaben von Axios bat er den US-Präsidenten, militärische Angriffe gegen die Huthi anzuordnen.

Trump kam dem nicht nach. Vorerst plant er nicht, die Vereinigten Staaten direkt in den Kampf gegen die Huthi hineinzuziehen. Washington will Saudi-Arabien dem Bericht zufolge jedoch mit Geheimdienstinformationen und Hinweisen auf mögliche Ziele unterstützen.

Bei jüngsten Angriffen der Huthi auf verschiedene Orte in Saudi-Arabien wurden nach Angaben des Landes 73 Menschen verletzt, darunter Frauen und Kinder. Die Huthi erklären ihre Angriffe als Vergeltung für von Saudi-Arabien unterstützte Angriffe auf ihr Gebiet sowie für die Blockade mehrerer Häfen und Flughäfen.

Ölpreis steigt auf 105 Dollar

Die zunehmenden Spannungen in Jemen sorgen für zusätzliche Unruhe am Ölmarkt. Der Preis für Brent-Öl liegt am Freitag bei rund 105 Dollar je Barrel.

Für Saudi-Arabien kommt die Bedrohung im Roten Meer zu einem heiklen Zeitpunkt. Ölproduzenten am Golf haben seit Monaten mit Störungen rund um die Straße von Hormus zu kämpfen. Seit Iran dort nach dem Ausbruch des Krieges mit den Vereinigten Staaten und Israel versucht hat, seinen Einfluss auszuweiten, ist das Rote Meer für die saudischen Ölexporte wichtiger geworden.

Vor allem der Hafen Yanbu spielt dabei eine wichtige Rolle. Ausgerechnet dieser Hafen wird seit Juli von den Huthi angegriffen, nachdem die Bewegung eine Blockade saudischer Häfen am Roten Meer angekündigt hatte.

Ein weiterer Vormarsch der Huthi in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab könnte damit eine zweite wichtige Route für den Ölhandel zusätzlich unter Druck setzen. Die Kämpfe haben unterdessen auch gravierende Folgen für die Bevölkerung Jemens. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden entlang eines Teils der Westküste bereits etwa 18.500 Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

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